Start Glauben Fragen zum Glauben Widerwort Nr. 4 zur Homophobie: Rechtsstaat oder Wertestaat?

Widerwort Nr. 4 zur Homophobie: Rechtsstaat oder Wertestaat?

Wir haben den letzten Beitrag unserer kleinen Serie zur Homophobie mit dem Satz: „Das hatten wir schon zu lange“ beendet. Was ist gemeint? Wir definieren unsere Staatsform als Rechtsstaat. Ganz einfach gesagt bedeutet das zunächst, dass die staatliche Gewalt durch eine Rechtsordnung gebunden ist und nicht missbraucht werden kann. In einem zweiten Punkt ist ein Rechtsstaat auf eine äußere Gerechtigkeit ausgerichtet. Jeder Bürger hat die gleichen Grundrechte, die nicht angetastet werden dürfen und die umfassend geschützt werden.  Hier ist vom Recht und von Rechten die Rede, nicht von gemeinsamen Werten. Natürlich gibt es Werte, auf die der Rechtsstaat gegründet ist. Es gibt das Recht der Redefreiheit, des Anspruchs aller Bürger auf rechtliches Gehör und so weiter. 
Es darf jedoch nirgends abgefragt oder überprüft werden, ob jemand auch die richtigen Werte und Vorlieben hat. 
Es wird immer dann gefährlich, wenn die Rede von den gemeinsamen Werten eingeführt wird. Unser „das hatten wir schon zu lange“ meint den Umstand, dass die Unrechtsregime, unter denen die Welt gelitten hat, fast immer offen verkündete Wertegemeinschaften waren. Bei den einen waren es die Werte der Nazis, bei den anderen die Werte aus dem kommunistischen Manifest. Alle großen und kleinen Unrechtsstaaten halten die Bürger mehr oder weniger gut zusammen, in dem sie sie als eine Wertegemeinschaft verkünden. 
Es ist immer eben schon bedenklich, wenn ein Staat im Namen des guten Briten, des guten Amerikaners oder des guten Deutschen, Preußen oder auch Demokraten Gewalt ausüben will. 
Die Gründung des modernen Rechtsstaates hat genau das mit den viel gepriesenen gemeinsamen Werten überwunden! Wir werden vor Gericht verurteilt, wenn wir was gestohlen oder sonst etwas Widerrechtliches getan haben. Kein Richter darf uns verurteilen, wenn wir lieber von einem König regiert würden. Sehr bedenklich ist, wie gern in letzter Zeit von gemeinsamen Werten die Rede ist, die wir ja alle eigentlich haben müssten.

Liebe die Bibel!

 
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Braucht die Welt das Böse?

Manche sagen das. Manche sagen, man könne das Gute erst genießen, wenn man die Schattenseiten kennt. Dafür spricht manches. Einen Schluck kühlen Wassers kann wohl erst der richtig schätzen, der eine trockene Kehle kennt.  Auf den ersten Blick liegt also nahe, dass es böse Dinge braucht, damit wir die guten schätzen. Der Kirchenlehrer Augustinus bezweifelt das. Er schreibt, man bräuchte nicht krank gewesen sein, um seine Gesundheit zu schätzen.

 

Das Priesteramt ist kein Beruf

Wie gesehen, ist es kein Argument zu sagen, die katholischen Priester sollten heiraten, weil die evangelischen Geistlichen es doch auch tun. Die evangelischen Geistlichen sind keine Priester. Die katholischen aber leben ehelos um des Priesteramtes willen. Der Vergleich passt so also nicht. Hier sagen manche, das tue er doch. Weil das Priesteramt ein Beruf sei, wie das Amt des evangelischen Geistlichen auch. Ob jemand nicht heiratet, weil er an einer Schiffswerft arbeitet oder ob er es lässt, weil er Landwirt ist; was macht das für einen Unterschied?

 

Das moderne Gefühl von Gerechtigkeit ist religiös unglücklich

Wenn das moderne Bewusstsein von Gerechtigkeit und die christliche Lehre zusammen kommen, kommt es unweigerlich zum Konflikt. Da wird immer eine Quelle des Unglücklichseins bleiben. Diese Quelle ist Gott selbst.

 

Der 15. August. Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel


Der fünfzehnte August ist für die gesamte katholische Weltkirche ein hoher Feiertag, ein Hochfest in Weiß. Der Papst hatte sich jahrelang in allen Diözesen der Welt erkundigt, ob es wirklich zum Glaubensgut der katholischen Kirche gehöre. Dann verkündete er am ersten November 1950 als verbindliches Dogma, dass Gott die Mutter Jesu nach Vollendung ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen hat.


 

Der Menschensohn

Wir haben einen ersten Blick ans Kreuz getan. Wer aber war Jesus eigentlich? Wer war der, der da vor zwei Jahrtausenden so grausam starb und sagte, er habe es für uns getan? Wenn wir als Christen reden, müssen wir eigentlich anders sprechen. Wir sollten eigentlich fragen, wer Christus ist, nicht wer er war. Jesus ist ja nicht tot!

 

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