Start Glauben Fragen zum Glauben Widerwort Nr. 3 zur Homophobie

Widerwort Nr. 3 zur Homophobie

Ein Grundfehler in der „Homophobie“-Sache und den politischen Führungsebenen liegt im Selbstverständnis der Politik. Wir verstehen unser staatliches System als Rechtsstaat. Das bedeutet dem Wort nach, dass der Staat gewisse Rechte der Bürger garantieren und schützen muss. Was sich jetzt geändert hat, ist, dass es nicht um Rechte, sondern um gemeinsame Werte handelt. Das macht den Rechtsstaat zu einem Wertestaat. Was harmlos und vielleicht schön klingt, ist allerdings sehr gefährlich. 
In einem Rechtsstaat hat jeder das Recht darauf seine eigenen Wertvorstellungen zu haben. Ein Muslim wird andere Grundwerte vertreten wie ein Buddhist, ein Hindu, ein Christ oder ein Heide. Der Staat schützt alle und deren Recht, die jeweils eigenen Werte zu vertreten. 
In einem Rechtsstaat muss niemand mit mir meine religiöse Zugehörigkeit als höchsten Wert teilen. Wenn ein anderer den Lebensgenuss zu seinem höchsten Wert erklärt, dann darf er das und ich habe das zu respektieren und zu tolerieren. Der Rechtsstaat schützt uns in gleicher Weise. Der Staat selbst fordert nicht, dass wir "seine" Werte teilen, solange er ein Rechtsstaat ist. Er schützt nur jene, die ihre Werte haben, solange sie sich nicht mit ihren Vorhaben und Taten gegen die Grundordnung des Staates marschieren. Genau das hat sich jetzt geändert.
Jetzt ist die Rede davon, dass der Staat eine Wertegemeinschaft ist. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr verkündete, dass die Soldaten „unsere Werte“ verteidigen müssen. Was aber ist, wenn seine Werte nicht meine sind? 
Gehört ein Zeuge Jehovas, der ganz offensichtlich andere Werte hat, nicht mehr in gleicher Weise dazu, wie wenn er in einem reinen Rechtsstaat lebt?
Wir leben in einer Gesellschaft, in denen es natürlich erlaubt sein muss, Demonstrationen gegen bestimmte politische Richtungen und für die Gleichstellung der Homosexualität zu organisieren. Wenn der Staat allerdings beginnt, solche zu organisieren und zu stützen, dann wird er selbst zu einer Gruppe. Das darf nicht sein, das hatten wir schon zu lange.

Ein geistliches Leben führen heißt gute Gewohnheiten haben.

 
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Manche sagen das. Manche sagen, man könne das Gute erst genießen, wenn man die Schattenseiten kennt. Dafür spricht manches. Einen Schluck kühlen Wassers kann wohl erst der richtig schätzen, der eine trockene Kehle kennt.  Auf den ersten Blick liegt also nahe, dass es böse Dinge braucht, damit wir die guten schätzen. Der Kirchenlehrer Augustinus bezweifelt das. Er schreibt, man bräuchte nicht krank gewesen sein, um seine Gesundheit zu schätzen.

 

Das Priesteramt ist kein Beruf

Wie gesehen, ist es kein Argument zu sagen, die katholischen Priester sollten heiraten, weil die evangelischen Geistlichen es doch auch tun. Die evangelischen Geistlichen sind keine Priester. Die katholischen aber leben ehelos um des Priesteramtes willen. Der Vergleich passt so also nicht. Hier sagen manche, das tue er doch. Weil das Priesteramt ein Beruf sei, wie das Amt des evangelischen Geistlichen auch. Ob jemand nicht heiratet, weil er an einer Schiffswerft arbeitet oder ob er es lässt, weil er Landwirt ist; was macht das für einen Unterschied?

 

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Der 15. August. Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel


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Der Menschensohn

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