Wahrscheinlich werden es schon nicht mehr alle wissen, die das Wort im Munde führen, aber „Homophobie“ ist ein Begriff, den man eigentlich nicht benutzen darf. Er ist unfair. In Sachen Homosexualität gibt es verschiedene Meinungen. Eine Meinung etwa sagt, die Homosexualität sei eine natürliche Sache, sie sei „ganz natürlich.“ Eine andere Meinung sagt, die Homosexualität widerspreche der Natur von Mann und Frau. Damit sei sie irgendwie nicht ganz in der vorgesehenen Ordnung. Beide Meinungen stehen da, stehen nebeneinander und stehen sich gegenüber.
Tolerant sein heißt nun, die Meinung des anderen zu akzeptieren, weil wir dem anderen als anderen Respekt entgegen bringen. Tolerant heißt, ganz bewusst aushalten, dass der andere eine Meinung hat, die wir falsch finden und nicht teilen können.
Nun gibt es eine große Gruppe von Menschen, die sich in der Meinung einig sind, Homosexualität sei natürlich. Aus dieser Gruppe wurde es mit der Einführung des Begriffes „Homophobie“ in krasser Weise intolerant.
„Phobie“ kommt aus dem Griechischen und heißt „Angst“. Der Begriff „Phobie“ wird in der Psychowissenschaft verwendet und meint tendenziell krankhafte Ängste. Das heißt, wer eine Phobie hat, der hat eine unberechtigte Angst, die man als krankhaft bezeichnen kann und die therapeutisch behandelt werden sollte.
Hätte jemand eine „Homophobie“, dann wäre er nicht jemand, der eine bestimmte Meinung zur Homosexualität hat, sondern ein Kranker, der eigentlich behandelt werden müsste.
Nun ist es mittlerweile so, dass alles, was nicht eine bestimmte Meinung zur Homosexualität hat, „homophob“ genannt wird. Mein kleiner Artikel hier würde bereits im höchsten Maß homophob genannt werden. Das bedeutet, allein die Tatsache, dass ich eine andere Meinung habe, macht mich zu einem Kranken, der eigentlich behandelt gehört. Das ist in höchstem Maß unfair und skandalös, geschieht aber auf höchster Ebene. Der Begriff „Homophobie“ ist bereits voll etabliert.
Was man nicht machen darf: Homophobie
„Ich sehe nicht ein, warum ich zu einem Priester gehen soll...“ Was ist aber, wenn Gott sich das trotzdem wünscht?





