Start Glauben Glauben im Alltag Die Entdeckung der Alltagsheiligung

Die Entdeckung der Alltagsheiligung

In der katholischen Volksfrömmigkeit ist es ein alter Brauch, für alle möglichen Anliegen bestimmte Patrone anzurufen. Der heilige Antonius von Padua ist der Patron derer, die etwas verloren haben und der heilige Josef gilt als der, der bei finanziellen Engpässen am besten helfen kann.
Wenn man einen Patron für das geistliche Leben bestimmen sollte, wäre das sicher der heilige Josefmaria Escriva.

Er hat, wenn man so möchte, die Alltagsheiligung neu erfunden. Wirklich erfinden hätte er sie nicht brauchen. Den elektrischen Strom hat auch niemand erfunden. Er war immer schon in der Welt und wurde vom Menschen nur entdeckt und nutzbar gemacht.
Der elektrische Strom musste nicht erfunden, sondern entdeckt werden, da er immer schon in der Welt war. Vorher erschien die Welt sozusagen stromlos. Niemand wusste und hätte gedacht, welche Energien man mit ein paar Drähten alles in Gang bringen kann.

Mit der Alltagsheiligung ist es ähnlich. Sie brauchte niemand zu erfinden. Gott ist heilig und den Menschen nahe. Gott hat dem Mose auf dem Berg gesagt, er sei der „Ich bin da“ (Ex 3,16). Mose bekam damit praktisch den Auftrag, die Juden in Ägypten an die Anwesenheit Gottes zu erinnern. Für die Juden konnte das nichts wirklich Neues gewesen sein. Gott hatte dem Stammvater Jakob bereits die schönsten Worte gesagt, die ein Gläubiger aus dem Mund Gottes vernehmen kann: „Siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hin ziehst.“ (Gen 28,15)
Genau, wie die Juden um Gottes Nähe wussten, so wissen auch die Christen um sie. Viel mehr noch, wissen die Christen um Gottes besonderes Tun im Raum der Kirche und in den Herzen der Kinder Gottes, die ein Tempel des Heiligen Geistes sind. Doch auch hier muss das Selbstverständliche stets neu entdeckt und gepflegt werden. Eine der großen Gestalten dieser Entdeckung ist eben der heilige Josefmaria Escriva. Seine Botschaft auf den Punkt gebracht lautet: Jeder kann im Alltag heilig leben.

Reinheit und wirklich tief empfundener Friede gehören unbedingt zusammen. Meinst du nicht auch?

 
petersdom_innenlogo_smallkatechese

Interessant

"Gewähre mir"

Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade,
glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor dir,
es mit Weisheit zu erforschen,
in Wahrheit zu erkennen und vollkommen zu erfüllen.

 

Alltagsheiligung Da gibt es eine große, all zu menschliche Versuchung

Jeder kann heilig werden, aber nicht jeder eine heilige Birgitta oder ein heiliger Camillus. Die großen Gestalten, die alle samt die Helden der Christentum und große Persönlichkeiten sind, waren zu dieser, ihrer Heiligkeit berufen. Die göttliche Vorsehung „brauchte" in ganz bestimmter Zeit ganz bestimmte Helden. Das klassische Beispiel ist Maria, die Mutter des Erlösers. Gott hat sie für das Werk der Erlösung bewahrt und vorbereitet. Die Heiligkeit Mariens war sozusagen Chefsache. Kein Mensch hatte, wie sie, je wieder das Geschenk, um ihres Sohnes willen vor der Sünde bewahrt zu werden.


 

Alltagsheiligung. Der Kampf in der Früh

Im Buch Genesis wird die erste Entstehung Israels beschrieben. Jakob will sich mit seinem Bruder Esau versöhnen und zieht ihm mit seiner Familie entgegen. Dann folgt eine geheimnisvolle Geschichte. Jakob wird zum ersten Mal Israel genannt:

„In derselben Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Söhne und durchschritt die Furt des Jabbok.
(...) Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg.


 

Alltagsheiligung: Die Legende vom heiligen Kaiser Heinrich

@page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm }



Alltagsheiligung: Die Legende vom heiligen Kaiser Heinrich


Mit der passiven Seite der Alltagsheiligung kommen wir auch darauf manches zu lassen und manches hinzunehmen, was wir „früher“ nie für nötig gehalten hätten.
Wir werden mit der Zeit zum Beispiel sehen, dass mancher Satz, der mit „ich sehe nicht ein, dass“ auf einem Stolz beruht, den wir später jämmerlich finden werden. In der Alltagsheiligung lernen wir, dass wir so tolle Könige gar nicht sind, die wir auf der Straße immer spielen.
König Heinrich II träumte einmal, dass ihm der heilige Bischof Wolfgang erschien und auf ein Grabmal zeigte. Auf ihm stand in lateinischen Worten „nach sechs“ geschrieben. Der König vermutete, nach sechs Tagen sterben zu müssen und begann fleißig, an seiner Heiligung zu arbeiten. Als er nach sechs Tagen gesund aufwachte, dachte er an sechs Wochen. Nach sechs Wochen passierte ebenso nichts, und der König fuhr freudig fort, ein besserer Christ zu werden und seine Seele in Ordnung zu bringen. Als nach sechs Monaten auch nichts geschah, freute er sich noch mehr, dass ihm sechs Jahre geschenkt würden. Als diese verstrichen waren, wurde König Heinrich die Kaiserwürde zuteil. In der Frist erkannte der König die gute Absicht Gottes: Er sollte sich nicht auf den Tod, sondern auf die hohe Würde des Kaisertums vorbereiten! Kaiser Heinrich II. starb im Ruf, ein Heiliger zu sein und wurde auch heilig gesprochen. Kaiser Heinrich war ein König geworten, der es nicht mehr nötig hatte, sich als König aufzuspielen. Genau das beobachten wir tagein tagaus bei wenig königlichen Leuten. Immer dieses groß geschriebene ICH überall! Die Alltagsheiligung legt solche Dinge offen und stellt sie ins wirklich wahre Licht.
Übrigens gibt es da einen landläufigen Irrtum, den wir sehen sollten. Kaiser Heinrich heiligte sich in seinem Alltag. Dadurch wurde er nicht nur ein guter Kaiser, sondern ebenso ein angenehmerer Zeitgenosse. Die Alltagsheiligung recht verstanden macht uns angenehmer für die Welt um uns. Riomano Guardini sagte, der Friedfertige sei nicht der Schwächling, sondern jener Starke, dessen Kraft mild geworden ist.


 

Alltagsheiligung: Die passive Seite

Das Größte, Schönste und Liebste an der Alltagsheiligung ist sicher die Freude. Sie kommt aus dem vertieften Bewusstsein, dass der himmlische Vater uns sieht, uns liebt, dass er sich um uns sorgt und dass er immer für uns da ist. Aus dieser Freude heraus komme erwächst der Wunsch auf, unsererseits auch ein wenig wieder geben zu können.

 

Podcast

podcast

Spannende Glaubensfragen?
Vortrag verpasst?
Podcasten!

Forum

forumMitdiskutieren?
Fragen Stellen?
Schau ins Forum!

 

Summe

summeDer christliche Glaube in einfachen Worten erklärt. Die Summe!

© vita in deum | glauben Leben

Dummy Menü