Geistliches Leben. Muss man streng zu sich sein?
Es gab und gibt Lehrer im geistlichen Leben, die große Strenge auferlegen. Da scheint es ein Extrem zu geben, und sicher manchmal ein zu viel. Auf der anderen Seite gibt es solche, die uns dauernd sagen, alles sei gar nicht schlimm, selbst wenn wir die gemeinsten Sünden in den Beichtstuhl tragen. In den Evangelien finden wir auch zwei Extreme. Jesus schimpft nicht mal mit der Ehebrecherin.
Er kennt ihr Herz, ihr Vermögen, ihre Reue und ihren Willen. „Hat dich niemand verurteilt?" fragt er. Auf ihre Verneinung sagt er: „Auch ich verurteile dich nicht. Gehe hin und sündige von nun an nicht mehr." (Joh 8)
An anderer Stelle sagt der Herr dann: "Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer." (Mk 9)
Beides steht da, wir können nichts wegnehmen, ohne in geistige Schieflagen zu geraten.
Ein Gedanke könnte jedoch helfen, etwas genauer zu sehen. Die strenge Ansage, dass wir uns unter Umständen sogar den Arm auf den Holzklotz legen müssen, die spricht der selbe Jesus, vor dem die Sünderin stand. Jesus ist kein anderer, wenn er streng sein muss und kein anderer, wenn aus ihm die reine Güte spricht. Ob wir wie die Sünderin da stehen oder mit Gliedmaßen, die uns in die Versuchung ziehen: Es schaut uns stets der Gütigste in die Augen. Deshalb ist es an uns, auch bei gebotener Strenge, mit der selben Güte auf uns zu blicken, wie Jesus es tat und tut.
Liebevolle Strenge wird also hier und da das Mittel des Vertrauens sein.
Kluge Erzieher wissen, dass Strenge ohne Liebe kalt ist, Liebe ohne Strenge dagegen nicht mal lau.
Auf jeden Fall sind wir uns selbst keine guten Berater, wenn wir nicht üben, uns mit Gottes gütigen Augen zu betrachten. Auch, wenn es gegen unsere Laster auch schon mal eine Rosskur sein muss.
Er kennt ihr Herz, ihr Vermögen, ihre Reue und ihren Willen. „Hat dich niemand verurteilt?" fragt er. Auf ihre Verneinung sagt er: „Auch ich verurteile dich nicht. Gehe hin und sündige von nun an nicht mehr." (Joh 8)
An anderer Stelle sagt der Herr dann: "Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer." (Mk 9)
Beides steht da, wir können nichts wegnehmen, ohne in geistige Schieflagen zu geraten.
Ein Gedanke könnte jedoch helfen, etwas genauer zu sehen. Die strenge Ansage, dass wir uns unter Umständen sogar den Arm auf den Holzklotz legen müssen, die spricht der selbe Jesus, vor dem die Sünderin stand. Jesus ist kein anderer, wenn er streng sein muss und kein anderer, wenn aus ihm die reine Güte spricht. Ob wir wie die Sünderin da stehen oder mit Gliedmaßen, die uns in die Versuchung ziehen: Es schaut uns stets der Gütigste in die Augen. Deshalb ist es an uns, auch bei gebotener Strenge, mit der selben Güte auf uns zu blicken, wie Jesus es tat und tut.
Liebevolle Strenge wird also hier und da das Mittel des Vertrauens sein.
Kluge Erzieher wissen, dass Strenge ohne Liebe kalt ist, Liebe ohne Strenge dagegen nicht mal lau.
Auf jeden Fall sind wir uns selbst keine guten Berater, wenn wir nicht üben, uns mit Gottes gütigen Augen zu betrachten. Auch, wenn es gegen unsere Laster auch schon mal eine Rosskur sein muss.
Alltagsheiligung heißt Gott wirklich zum Freund haben. Und umgekehrt.





