Zwischendurch, wann immer wir wollen, besonders aber vielleicht, wenn wir Not oder Elend sehen, sprechen wir unser kurzes „Zwischendurchgebet“:
„Gütiger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, wie viel Schmerz und Unsicherheit sind in der Welt! Ich will beten, damit der Schmerz behoben werde, die Unwissenheit schwinde und du erkannt, geliebt und von allen Menschen angebetet wirst. Denn wenn sie dich erkennen, werden sie selbst in ihrem Leid immer getröstet sein.“
Dieses Gebet ist wie ein einleitender Gedanke, an den sich ein anderes Gebet anschließen kann.
Das Zwischendurchgebet preist kurz die Güte, Allmacht und Ewigkeit Gottes, um ihm sogleich das Elend an sein Herz zu tragen, das das unsere berührt. Es drückt unseren Willen aus, das Unsere zur Milderung des Elends zu tun; und das größte, das wir tun können, ist beten aus Liebe.
Paulus schreibt im Römerbrief (8,16), dass der Geist Gottes im Herzen unserem Geist bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind. Gott selbst flüstert uns also zu, dass er da und bei uns ist. Hier bräuchten wir eigentlich erst einmal nur hören lernen. Dieses besondere Geschenk erbitten wir zwischendurch, so oft, wie wir wollen und wie es uns selbst Freude macht.
Die eigentlichen Säulen unseres Gebetes sind die drei Gebete am Morgen, am Mittag und am Abend. Dazwischen füllen wir die Zeit mit unseren Zwischendurchgebeten: Das oben genannte, das „Zur neunten Stunde“, das wir zur Todesstunde Jesu beten:
„Durch das Opfer dieser Stunde möge Dein Reich in die Welt kommen und alle, die an Dein Wort glauben, seien erlöst.“,
und das „In der Nacht“-Gebet:
Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um Satan von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
Das Beten in der Nacht ist freiwillig und eigentlich für Leute, die eine Berufung dazu haben. Doch wenn man ohnehin in der Nacht aufsteht, ist ein kleines Gebet sehr schön.





