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Sprüche zum geistlichen Leben 8

Mein Freund war mit einem Mal ganz gerührt und erstaunt. Er bekam mit, dass die Mönche ihre Mahlzeiten schweigend einnehmen. Seit dem entdeckte er das Schweigen in seinem Leben, mitten im Alltag. Wunderbar!, sagt er.
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Im Himmel wird es einmal wohltuend ruhig, gelassen und dennoch sehr heiter sein. Wahrscheinlich würde uns zunächst die Ruhe auffallen. An einem Ort, wo nicht mehr gequatscht werden muss, weil niemand schweigen kann.
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Schweigen ist nicht das Gegenteil von Reden. Das Gegenteil von Reden heißt den Mund halten. Schweigen ist größer, viel größer. Tiere halten den Mund, die Menschen können schweigen. Dennoch können es wahrscheinlich nicht viele wirklich.
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„Maria aber bewahrte alles, was geschehen
war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach." (Lk 2,19)
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Der heilige Mönchsvater Benedikt vertrat die Meinung, dass ein weiser Mensch auch dann eher schweigt, wenn er etwas Schlaues sagen kann.
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Für Christen heißt bewusst schweigen, Gott einladen.
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Wenn Du betest, sprichst Du mit Gott. Liest Du in der Bibel, spricht Gott mit Dir, lehrte der heilige Bernhard.
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Sprich mit Deinen Kindern unbedingt über Gott. Vergiss allerdings auch nicht, mit Gott über Deine Kinder zu sprechen.
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Erlösung
Als Getaufte haben wir ein neues Leben. Schon mal wirklich bedacht? Dieses neue Leben ist nicht einfach gegeben oder gekommen, sondern verursacht! Die große Ursache, ist der Tod Christi. Der wiederum wurde wiederum verursacht: In seiner unendlich tiefgründigen Liebe. „ich gebe mein Leben hin für die Schafe" (Joh 10,15)
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Mit der Erbsünde war der Tod unwiderruflich ins Spiel gekommen. Wenn man so will: Gott musste etwas tun, wenn er nicht mit ansehen wollte, wie wir alle den Tod gefunden hätten. Paulus schreibt einen geheimnisvollen Satz: „Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren." (Röm 3,23) Gott selbst spricht bei Noah: „Das Trachten des Menschen ist böse von Jugend an." (Gen 8,21)
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Es gibt eine Art Atheismus, der an ein glückliches Dasein nach dem Tod oder mehreren Toden glaubt. Der Buddhismus etwa oder sonstige Esoterik hier und da. Wie wenn jenseits des Lebens die Selbstverständlichkeiten weiterliefen. Eigentümlicher Optimismus, zu denken, wie ohne einen Gott die Kette eines Tages im Glück ein Ende haben soll.
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Eine Theologie, die sagt, Gott verzeihe „einfach so" und strafe nicht, weil er so lieb ist, die verlangt von den Opfern der Grausamkeiten in der Welt, dass sie mit ihren Peinigern eines Tages „einfach so" an einem Tisch sitzen müssen. Unglaublich.
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„Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit", (Mt 5) Sind das nicht ganz besonders die Opfer, über die die Täter auf Erden ungestraft hinweg trampeln konnten? Wer möchte die Unverfrorenheit besitzen, denen zu sagen, Gott ziehe nicht zur Rechenschaft?
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Gottes Gerechtigkeit ist die ordnende Liebe.
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Wird ein Täter mit wirklicher und echter Herzensreue seine gerechte Bestrafung nicht auf sich nehmen wollen? Wie soll er sich im Himmel vorkommen, wenn er sich auch hier wieder davon schleichen konnte?
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Jesus hat die Gerechtigkeit in seinem Tod nicht aufgelöst. Er hat dafür gesorgt, dass wir überhaupt überleben, in dem er die Sünde der Welt, und damit auch unserer, auf seine Schultern lud. Die lastet nun nicht mehr auf uns, sondern wirklich auf ihm.
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Die heilige Schwester Faustyna hat Jesus sagen hören: „Wer nicht bereit ist, durch das Tor meiner Barmherzigkeit zu gehen, der muss durch das Tor meiner Gerechtigkeit."
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Das Aufhören Drogen zu nehmen macht den Drogenkranken von nicht gesund und heil. Er muss entziehen. Auch dann bleibt er immer noch ein Süchtiger. Bis zum Ende seines Lebens ist er gefährdeter als jemand, der die Sucht nie kannte. Wir brauchen, um ganz heil und kräftig zu werden mehr als nur Verzeihung. Wir brauchen Heilung von den Spuren unserer Sünde, auch wenn wir erlöst sind. Niemand sündigt nicht.
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Noch niemand von uns hat einen ganz und gar guten Menschen getroffen.
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Die Sakramente garantieren die Präsenz Christi auf Erden nach seiner Himmelfahrt.

Manchmal scheint es, als würden sich die Christen vor der Welt verstecken. Wo die Kirche verfolgt wird, könnte man das ja verstehen. Aber wir?
Ist es nicht Gottes Welt, auf der wir leben? Wenn er doch der König der Welt ist, sind wir dann nicht die Prinzen und Prinzessinnen an einem prächtigen Hof?

 
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Interessant

"Gewähre mir"

Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade,
glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor dir,
es mit Weisheit zu erforschen,
in Wahrheit zu erkennen und vollkommen zu erfüllen.

 

Alltagsheiligung: Was ist ein großartiger Mensch?

Jesus sagt in der Bergpredigt (Mt 5,9): Selig, die Frieden stiften. Wir sind geneigt, uns beim Friedenstiften Leute vorzustellen, die vermitteln können, die eine Autorität haben und die für den Frieden einsetzen. Das ist alles gut und richtig.  Es gibt allerdings auch hier eine passivere Seite. Der heilige Märtyrer Maximilian Kolbe hat im Konzentrationslager einem Familienvater ermöglicht, nach dem Krieg in den Frieden seiner Familie heim zu kehren. Damit der Mann überleben konnte, ist der Franziskanerpater stellvertretend in den Hungerbunker gegangen und gestorben. Da war kein Plan, keine Autorität, keine besondere Vermittlung die Lösung für den Frieden, sondern ein Opfer.


 

Die Entdeckung der Alltagsheiligung

In der katholischen Volksfrömmigkeit ist es ein alter Brauch, für alle möglichen Anliegen bestimmte Patrone anzurufen. Der heilige Antonius von Padua ist der Patron derer, die etwas verloren haben und der heilige Josef gilt als der, der bei finanziellen Engpässen am besten helfen kann.
Wenn man einen Patron für das geistliche Leben bestimmen sollte, wäre das sicher der heilige Josefmaria Escriva.


 

Die heilige Unverschämtheit

Der Kampf am Jabbok zeigt vielleicht ein Zweites: Die heilige Unverschämtheit der Geheiligten. Viele Heilige hatten sie. Jakob ringt mit Gott und handelt mit ihm. Genauer gesagt, stellt er eine Forderung. Er gehorcht nicht einfach, sondern knüpft eine Bedingung, nämlich den eigenen Segen.  Der heilige Pfarrer von Ars rief, Gott liebe es, belästigt zu werden, und Romano Guardini sagte, Demut sei nicht das selbe wie Bescheidenheit.


 

Ein Brief zum öffentlichen Christsein

Jetzt, da Du endlich getauft bist, möchtest Du natürlich wissen, wie man als Christ eigentlich leben soll. Also vielleicht erst einmal grundsätzlich: Christsein oder nicht ist macht einen anderen Unterschied, als ob jemand Mitglied eines Trachtenvereins ist oder einer Schützengilde.

Mit dem Christsein ändert sich das Leben, oder besser gesagt, mit dem Christsein hast du ein neues Leben begonnen. Das sollten wir jetzt mit allem Ernst dessen betrachten, was es bedeutet. In der Bibel steht, und wir sagen es bei vielen Gelegenheiten in der Kirche, dass du in der Taufe den alten Menschen abgelegt und Christus als den neuen Menschen angelegt hast. Deshalb ist Deine Frage mehr als berechtigt: Wie soll man dann als neuer Mensch, als Christ leben?!


 

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