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Sprüche zum geistlichen Leben 5

Geschrieben von: Johannes

Buße
Buße ist eigentlich eine Frage der Ehre.

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Mit der Kirche sind wir nicht in einem Hollywoodfilm. Dort heißt Strafe Rache, Vergeltung und persönliche Genugtuung. Bei Christen muss das alles einen anderen Geschmack haben.

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Die große Ursache
Die Ursache für unser neues Leben ist der Tod Jesu. Der wiederum wurde von übergroßer Liebe verursacht.

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Zu den fünf Grundregeln
Versuche den absurden Gedanken beiseite zu lassen, Deine Mitmenschen müssten alles richtig aussprechen und alles korrekt ausdrücken. Sind wir etwa berufen, für die Richtigkeiten um uns zu sorgen?

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Lass den Menschen ihre Ruhe.

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Sind Ruhe und Frieden nicht zwei Dinge, für die es sich lohnt, sich mal nicht aufzuspielen?

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Wollten wir die Menschen nicht lieben? Manchmal hat man den Eindruck, als müssten sie dafür erst gewisse Richtigkeiten an den Tag legen. Sei kein Spießer!

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Lass die berühmten Fünfe auch mal gerade sein. Wie liebst Du selbst es, wenn Du nicht dauernd von schlauer Seite her korrigiert wirst. Was Du nicht willst ...

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Schwächen

Es gibt Menschen, die erlauben keine Schicksalsschläge. Bei ihnen darf man nicht unter der eigenen Schwäche leiden. Brüche, Fehlentscheidungen und deren verletzenden Folgen dürfen nicht gewesen sein. Ich versuche mich da meistens unauffällig aus dem Staub zu machen, weil ich da ja eh immer schon der Durchgefallene bin.

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Es gibt Menschen, bei denen ist irgendwie immer alles gerade gelaufen: Gutes Elternhaus, gesunde Kindheit, gute Ehe, selbst gute Kinder, Erfolg im Beruf, keine Brüche. Freue Dich mit ihnen. Manchmal können sie Dich allerdings nicht verstehen. Manchmal hörst Du nur etwas wie: „Du musst doch nur...", oder: „Ich würde an Deiner Stelle..." Da wirst Du nichts machen können, sei nicht betrübt. Manche Sensibilität kann wirklich nur im Leid erworben werden.

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Menschen, die alles können, sind klasse. Menschen, die es uns immer wissen lassen, sind nicht zu ertragen.

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Gefalle Dir niemals im Selbstmitleid. Das hindert nur.

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Wusstest Du, dass die große Sünde des Kain, der seinen Bruder aus Neid erschlug vom bohrenden Gefühl eingeleitet wurde, zu kurz gekommen zu sein?

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Auch in unserer Schwäche haben wir nicht das Recht, neidisch zu sein. Das Gegenteil: Sich mit den Erfolgreichen freuen, bleibt eine geistige Pflicht.

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Diejenigen, die die Ehre hatten, als erste das Christuskind zu sehen, waren keine ausgesuchten Heiligen, sondern Zufallshirten.

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Wir dürfen auch an schlechten Tagen nicht vergessen, Gott zu danken.

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Wir sollten uns sehr wohl einen Priester suchen, der Verständnis hat; sicher aber keinen, der nicht auch so etwas wie ein Richter über uns ist. Schon gar keinen, der zur offenkundigen Sünde sagt, es sei keine. Du wirst dort nur Zuspruch, aber keine Heilung finden. Und die willst Du doch, oder?

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Sendung
Ist es nicht ein umwerfender Gedanke, vom Herrn des ganzen Universums her gesandt zu sein für das Gute in der Welt?

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Der Prophetenlehrer ließ seinen Schüler die Dinge der Welt erst noch erledigen, bevor er dem Propheten folgen sollte. Jesus lässt das nicht mehr zu: „Lass die Toten die Toten begraben." Christus will unter Umständen alles ganz und gar. Allein schon als Gott hat er das Anrecht. Wie viel mehr aber als das Opferlamm für uns?

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Wahrscheinlich werden die Sieger und die Großen schon mal über Dich lächeln und Dich fortschicken. Macht nichts. Es gibt auch noch die Kleinen, die Dich brauchen.

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Stil

Wenn Du einer Dame die Tür aufhälst und die Hand küsst, dann musst Du ihr auch die Tasche tragen.

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Kirche

Kann es sein, dass die meisten Leute, die über die Kirche sprechen, gar nicht wissen, was die Kirche überhaupt ist?

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Manchmal sagen die Leute aus der Politik, sie seien der Kirche dankbar, weil sie gewisse Werte transportiert. Das geht allerdings nur solange gut, wie es diejenigen Werte sind, die der Politik des Politikers gefallen. Dass daraus eine feste Ehe wird, kann die Kirche nicht garantieren.

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Lies mal Mt 16,18: „Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen". Es ist seine, nicht unsere.

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Die Bibel ist von vielen Menschen geschrieben worden. Sie wurde aber unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist: Gottes Wort. Wer es wirklich verstehen will, sollte sie mit Hilfe des selben Geistes lesen.
Die Kirche ist aus vielen lebendigen und menschlichen Seelen zusammengesetzt. Doch auch sie wird erst unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist: Jesu Kirche. Erst mit dem selben Geist als Hilfe können wir sie wirklich verstehen.

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Die Kirche ist von Gott gewollt, von Jesus gestiftet und vom Heiligen Geist geleitet. Wäre das nicht so, ich würde sie sofort verlassen. Weil das aber so ist, könnte ich das nie.

Die Kirche hat drei Stockwerke. Die Heiligen im Himmel, die Verstorbenen, die noch nicht im Himmel, aber auf dem sicheren Weg dorthin sind; und wir, die Zeitgenossen, die sich noch herumschlagen. Wenn wir wirklich demokratisch abstimmen wollten, müssten wir auch in allen drei Stockwerken Stimmzettel verteilen.

Im heutig-modernen Klima enttäuscht es wahrscheinlich manchen: Die Kirche ist leider keine Demokratie, in der alle Macht vom Volke ausgeht. Das kann sie niemals sein.

Launen
St. Benedikt ist in einer Sache sehr streng: Die Mönche sollen niemals das Murren anfangen. Der heilige Mönchsvater ist einer der Patrone Europas.

Manchmal kann man sich selbst am besten helfen, wenn man für einen anderen betet.

 
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Interessant

"Gewähre mir"

Allmächtiger Gott, gewähre mir die Gnade,
glühend zu ersehnen, was wohlgefällig ist vor dir,
es mit Weisheit zu erforschen,
in Wahrheit zu erkennen und vollkommen zu erfüllen.

 

Alltagsheiligung Da gibt es eine große, all zu menschliche Versuchung

Jeder kann heilig werden, aber nicht jeder eine heilige Birgitta oder ein heiliger Camillus. Die großen Gestalten, die alle samt die Helden der Christentum und große Persönlichkeiten sind, waren zu dieser, ihrer Heiligkeit berufen. Die göttliche Vorsehung „brauchte" in ganz bestimmter Zeit ganz bestimmte Helden. Das klassische Beispiel ist Maria, die Mutter des Erlösers. Gott hat sie für das Werk der Erlösung bewahrt und vorbereitet. Die Heiligkeit Mariens war sozusagen Chefsache. Kein Mensch hatte, wie sie, je wieder das Geschenk, um ihres Sohnes willen vor der Sünde bewahrt zu werden.


 

Alltagsheiligung. Der Kampf in der Früh

Im Buch Genesis wird die erste Entstehung Israels beschrieben. Jakob will sich mit seinem Bruder Esau versöhnen und zieht ihm mit seiner Familie entgegen. Dann folgt eine geheimnisvolle Geschichte. Jakob wird zum ersten Mal Israel genannt:

„In derselben Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Söhne und durchschritt die Furt des Jabbok.
(...) Als nur noch er allein zurückgeblieben war, rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg.


 

Alltagsheiligung: Die Legende vom heiligen Kaiser Heinrich

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Alltagsheiligung: Die Legende vom heiligen Kaiser Heinrich


Mit der passiven Seite der Alltagsheiligung kommen wir auch darauf manches zu lassen und manches hinzunehmen, was wir „früher“ nie für nötig gehalten hätten.
Wir werden mit der Zeit zum Beispiel sehen, dass mancher Satz, der mit „ich sehe nicht ein, dass“ auf einem Stolz beruht, den wir später jämmerlich finden werden. In der Alltagsheiligung lernen wir, dass wir so tolle Könige gar nicht sind, die wir auf der Straße immer spielen.
König Heinrich II träumte einmal, dass ihm der heilige Bischof Wolfgang erschien und auf ein Grabmal zeigte. Auf ihm stand in lateinischen Worten „nach sechs“ geschrieben. Der König vermutete, nach sechs Tagen sterben zu müssen und begann fleißig, an seiner Heiligung zu arbeiten. Als er nach sechs Tagen gesund aufwachte, dachte er an sechs Wochen. Nach sechs Wochen passierte ebenso nichts, und der König fuhr freudig fort, ein besserer Christ zu werden und seine Seele in Ordnung zu bringen. Als nach sechs Monaten auch nichts geschah, freute er sich noch mehr, dass ihm sechs Jahre geschenkt würden. Als diese verstrichen waren, wurde König Heinrich die Kaiserwürde zuteil. In der Frist erkannte der König die gute Absicht Gottes: Er sollte sich nicht auf den Tod, sondern auf die hohe Würde des Kaisertums vorbereiten! Kaiser Heinrich II. starb im Ruf, ein Heiliger zu sein und wurde auch heilig gesprochen. Kaiser Heinrich war ein König geworten, der es nicht mehr nötig hatte, sich als König aufzuspielen. Genau das beobachten wir tagein tagaus bei wenig königlichen Leuten. Immer dieses groß geschriebene ICH überall! Die Alltagsheiligung legt solche Dinge offen und stellt sie ins wirklich wahre Licht.
Übrigens gibt es da einen landläufigen Irrtum, den wir sehen sollten. Kaiser Heinrich heiligte sich in seinem Alltag. Dadurch wurde er nicht nur ein guter Kaiser, sondern ebenso ein angenehmerer Zeitgenosse. Die Alltagsheiligung recht verstanden macht uns angenehmer für die Welt um uns. Riomano Guardini sagte, der Friedfertige sei nicht der Schwächling, sondern jener Starke, dessen Kraft mild geworden ist.


 

Alltagsheiligung: Die passive Seite

Das Größte, Schönste und Liebste an der Alltagsheiligung ist sicher die Freude. Sie kommt aus dem vertieften Bewusstsein, dass der himmlische Vater uns sieht, uns liebt, dass er sich um uns sorgt und dass er immer für uns da ist. Aus dieser Freude heraus komme erwächst der Wunsch auf, unsererseits auch ein wenig wieder geben zu können.

 

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