Kirche
Die Bibel ist von vielen Menschen geschrieben worden. Sie wurde aber unter der Führung des Heiligen Geistes, was sie ist; Gottes Wort. Wer sie verstehen will, sollte sie mit dem gleichen Geist im Herzen lesen, mit dem sie geschrieben wurde.
Die Kirche wird von vielen Menschen organisiert. Doch auch in ihr ist es der Heilige Geist, der sie letztlich formt. Könnte ich mich nicht darauf verlassen, ich würde sofort gehen.
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Die Kirche hat drei Stockwerke. Die Heiligen im Himmel, die Verstorbenen, die auf dem sicheren Weg in den Himmel sind und uns, die wir uns noch herumschlagen müssen. Wollten wir eine Sache basisdemokratisch abstimmen, müssten wir in allen drei Stockwerken Stimmzettel verteilen.
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Im derzeitigen kulturellen Klima enttäuscht wahrscheinlich die Tatsache, dass die Kirche keine Demokratie ist, bei der alle Macht vom Volke ausgeht. Das kann sie nicht werden, ohne ganz und gar aufzuhören, Jesu Kirche zu sein. Es würde ja heißen, „der Herr" wäre nur noch ein Ehrentitel. Jesus will das aber nicht: „Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage? Lk 6,46
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Nichts Schlechtes wird gut, weil viele es tun. Nichts Gutes wird schlecht, weil niemand es will.
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Es gibt ein modernes Empfinden von Gerechtigkeit, dass denen, die es haben, das Leben immer etwas schwerer macht, wenn sie Christen sind. Diesem Empfinden gemäß drückt sich die Gerechtigkeit in Gleichheit, und Gleichheit in Gleichberechtigung aus.. Gott ist hier eigentlich schon ungerecht, weil er nur ein Mann und nicht zugleich eine Frau geworden ist. Gott ist hier auch schon deshalb nicht gerecht, weil er sich nach der Bibel nur Vater und nicht zugleich Mutter nennen lässt.
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„Meiner Meinung nach" sei das alles so und so, sagte mein Gegenüber. Nachdem er gesprochen hatte, war ziemlich klar, dass er so wenig Sachliches gehört hatte; er konnte eigentlich noch gar keine Meinung haben.
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Jedes Haus vermittelt ein ganz eigenes, inneres Empfinden. Man „fühlt sich" in einer familiären Atmosphäre ganz anders, als in einer Militärschule. Was man jeweils empfindet, nennen wir den Geist des Hauses. Dieser ist der Geist derer, die dort wohnen; letztlich aber dessen der zu sagen hat und die Ordnung vorgibt.
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Jesus hat „seine Kirche" gegründet. Er ist der eigentliche Hausherr, allerdings der vom Vater gesandte. Der vom Sohn vermittelte, väterliche Geist, der soll die Kirche ausmachen.
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„Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch" Joh 20,21 Das „Wie" ist nicht beiläufig. Es meint „auf die selbe Weise", „dasselbe muss weitergetragen werden." Die Kirche soll die Atmosphäre Jesu, die des himmlischen Vaters haben.
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Die Ideen der Apostel entscheiden nicht darüber, was vermittelt und weitergegeben wird. Das gibt der Vater vor. Die Ideen der Apostel entscheiden, wie, wann und auf welche Weise.
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Jesu sagt zu Petrus: „Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel." (Mt 16,17) Daraufhin, auf diese Tatsache hin kündet der Herr an, dass er auf diesen Felsen, Petrus, seine Kirche bauen werde. Eine bleibende Instanz, die so lange währt, wie die Kirche selbst. Kein Haus kann sein Fundament verlieren, so lange es steht.
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Petrus hieß Simon mit bürgerlichem Namen, Simon, Sohn des Jona. Petrus ist kein Spitzname, den Jesus ihm gab. Wenn wir sagen, Simon hat Lust Schlafen zu gehen, dann meinen wir den Sohn des Jona. Sagen wir, Petrus ordnete die Wahl des Apostels Matthias an, dann meinen wir den Felsen, der vom Vater Offenbarungen bekommt und sanft geleitet wird. Das ist bist heute so.
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Glauben
Eine Mutter flüstert seinem Kind ins Ohr, es sei ihr lieber als die Sonne. Das Kind schaut die Mutter an, lächelt nicht und erwidert: „Ich glaube Dir nicht." Wer sagt, man brauche im Leben keinen Glauben?
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Ein Kind glaubt der Mutter, ein Schüler seinem Lehrer, ein Freund seinem Freund, ein Bürger der Autorität. Die Katholiken glauben ihrer Kirche. Das ist die gleiche Art zu glauben. Ohne Glauben stehen alle Räder still.
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Kirche
Der heilige Thomas von Aquin war Professor und Lehrer. Er wurde einmal gefragt, was seine größte Sorge sei. „Dass ich mich irre", war seine demütige Antwort. Die höchste Sorge des Petrus sollte eine der Demut sein: Dass er sich nicht irre, sondern erkenne, was der himmlische Vater sich wünscht. Ja, und die Bitte um Kraft, dass er es verwirkliche, auch wenn es der Welt um ihn nicht gefällt.
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Ein unverständlicher Irrtum hat sich ausgebreitet: Dass der Wille Gottes dem Menschen unmittelbar gefallen müsse. Unsere kirchlich-demokratischen Bewegungen scheinen das zu glauben: Man könne am Volkeswille Gottes Willen ablesen.
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Petrus ist einer der Apostel. Die heutige Sprache sagt, der Papst ist einer der Bischöfe und meint genau das selbe. Nicht nur das gleiche.
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Ein Hauptgebet der ganzen Kirche sollte sein, dass die Bischöfe erkennen, wer sie sind, was sie sein sollen und wozu sie auf Erden sind. Allen voran unser Papst. Für ihn zu beten heißt also, für das ganze, für die Kirche beten. Das ist kein Personenkult, sondern das Gegenteil. Wir beten hier nicht für Simon, sondern für Petrus.
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Der Geist der Kirche soll vom Himmlischen Vater her väterlich sein. Etwas Entscheidendes kommt hinzu: Jesus hat dem Apostel Johannes seine Mutter gegeben.
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Johannes stand unter dem Kreuz mit Maria, der Mutter Jesu. Einer von den Aposteln musste doch zugegen sein! Simon Petrus hatte nicht das Rüstzeug und war zu schwach. Johannes hat in gewissem Sinn sozusagen die Vertretung übernommen. Das musste so kommen, damit der Herr seiner Kirche seine Mutter überantworten konnte.
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„Als Mann und Frau" schuf der Schöpfer den Menschen, das bedeutet, die Menschheit. (Gen1,27) Dass Gott der Kirche eine menschlich vollkommene Mutter gegeben hat, geschah sicher nicht, um irgendwelche menschlichen Forderungen nach Gleichheit zu erfüllen. Hier geht es um die Fülle, die Vollständigkeit, um die Vollkommenheit. Es würde etwas fehlen, die große Prägung und Durchformung der Kirche.
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Maria ist die Gnadenvolle. Petrus hätte jederzeit getan, was Maria aus der einzigartigen Fülle ihrer Begnadung heraus auch nur angedeutet hätte. Entscheiden und anordnen musste er allerdings, wenn auch in ihrem Namen. Heilige Zusammenarbeit.





