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Wenn jemand nicht gut Nein sagen kann, weil er ein zu guter Kerl ist; und Du weißt, dass er eine Sache nicht gern abgeben würde. Dann darfst Du ihn nicht danach fragen. Werde sensibel dafür!
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Es liegt eine große Versuchung in der Möglichkeit, sich selbst als erstes die Schafe ins Trockene zu stellen. Das beginnt in den ganz kleinen Dingen des Alltags. Höchst anständig, aber irgendwie heimlich und ziemlich deutlich den Platz mit der schöneren Aussicht erobern. Mach Dich davon frei, es ist erbärmlich.
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Sobald wir, was das Leben angeht, nur den Ratschlägen außerhalb unserer Religion folgen, mögen wir es zu einer guten Figur, einer Altersabsicherung und zu halbwegs passablen Leuten bringen. Was wir allerdings unser geistliches Leben nennen, das ist in der Welt schlicht kein Unterrichtsfach.
Mitschrift und Selbstgepräch
Mitschrift und Selbstgepräch
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Dein bibeltreuer Freund wird sagen, viel von dem, was Du verkündest, stehe nicht in den heiligen Schriften. Da irrt er. Weil die gute, alte Bronze erst aus verschiedenen Metallen gegossen werden muss, ist sie doch nicht unnatürlich, oder?
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Gott zeigt sich gleich ganz zu Beginn als ein Gott der Ordnung. Gleich am Anfang beseitigt er erst einmal das Chaos und formt eine Welt, ein Zuhause. Du wirst ein Chaot bleiben, wenn Du Deiner Welt nicht auch eine Ordnung gibst.
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Die Gebote der Kirche sind ein Angebot, ohne das Du einfach kein ganzer Katholik sein kannst. Da ist nichts künstlich herbei geholt; es ist einfach so. Halte die Feiertage ein, begehe die Fasttage, geh einfach zur Beichte und zur heiligen Messe. Das sind schlicht Minimalanforderungen. So wenig und schon nicht wollen? Was willst Du dann?
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Wenn irgendwo eine Religion ganz ohne geistliche Pflichten verkündet wird, dann sieh dort mal genauer nach, ob da vielleicht nicht doch nur eine Theorie herrscht, oder ob da wirklich religiöse Herzen schlagen; ich meine in Liebe zu Gott. Theorien haben wir genug.
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Darf man stolz auf etwas sein? Manche sagen Nein. Ich glaube eher, sie verwechseln gesunden Stolz mit Hochmut. Hochmut tötet. Ein gesunder Stolz dagegen ist eine prächtige Sache, wenn man was verdient hat.
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Stolz wird hochmütig, sobald er nicht mehr ganz und gar aus einer Dankbarkeit wächst, die nicht oberflächlich ist.
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Eine Kultur des Dankens gegen Gott ist das beste Mittel gegen die Gefahr, hochmütig zu werden. Keine Mahlzeit ohne ernst gemeinten Dank!
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Mit der Demut scheint es ein bisschen wie mit der Beichte zu sein. Wir müssen uns aufraffen und gehen nicht besonders gern hin. Aber es gibt nichts Herrlicheres, als gut gebeichtet zu haben. Die Demut einüben ist auch nicht immer angenehm. Sie ist aber die schönste aller guten Eigenschaften des Menschen. Die Kultur der Welt allein wird das nie kapieren.
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Ich erinnere mich plötzlich an den Spruch eines alten Priesters: Es gebe für ihn keinen lieberen Gedanken, als ein Sohn Mariens sein zu dürfen.
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Ich glaube man nennt es präpotent, wenn Grünschnäbel verkünden, schon alles zu wissen. Oder noch nichts wissen und doch schon alles besser. Bist Du so einer? Vielleicht manchmal? Höre bitte auf damit. Das ist schlimm.
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Schulmedizin oder Heilpraxis? Leider keine Ahnung. Vielleicht beides? Eins aber scheint mir sicher: Wenn Du in Deiner Depression die Mittel der Beichte, der Krankensalbung und der heiligen Kommunion nicht anwendest, bist Du so töricht wie ein Kind, das seine Medizin nicht nimmt.
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Wenn Du den Rosenkranz schon nicht beten kannst, dann trage ihn wenigstens in der Tasche und halte ihn in der Hand wie etwas besonders Gesegnetes. Das hilft!
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Die christliche Lebenslehre kommt immer in Verruf, wenn sie streng und nicht mild ist. Zurecht. Sie hört auf zu existieren, wenn sie nur mild und nicht streng ist.
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Liebevolle Strenge ist unverzichtbar. Kluge Lehrer erkennen, wann wo ein kleines Gewicht aufgelegt werden muss.
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Solange Du noch froh bist, irgendwie davon gekommen zu sein, weil Du Deine Münzen in der Tasche behalten konntest, da die anderen großzügig waren; solange bist Du alles andere als frei. "Gott liebt den fröhlichen Geber", schreibt der Apostel.
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Irgendwie versäumen es die Christen immer, deutlich genug zu machen, dass es nichts Besseres und Wohltuenderes und Schöneres für den Menschen gibt, als ein klares, geistliches und versöhntes Leben mit Gott. Übrigens, wer bewusst unter einer begangenen Sünde leidet, der weiß das ganz genau. Such ihn und sei ihm behilflich!
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Schule über Schule, Reitkurse, Sportvereine, Musizieren und Fördergruppen sollen unseren Kindern zur Verfügung stehen. In welchem Kursus wird deutlich, dass die Welt auch ein Spiegel für die Güte Gottes ist?
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Kennzeichen und Ergebnis der Zügellosigkeit sind „verbotene Fragen". Der Habsüchtige: „Wie viel hat der wohl auf dem Konto?". Der Unzüchtige: „Wie sieht die wohl drunter aus?". Der Weltverfallene: „Warum sehe ich nicht so gut aus, wie der?" Diese Fragen sind tabu, wie das verbotene Zimmer im Märchenschloss. Weniger weg, dann hast Du es gut!





