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Warum glauben wir an Engel?

Spontan würde ich sagen, ich glaube an Engel, weil es sie gibt. Aber vielleicht erst einmal ein Gedanke zum Glauben überhaupt, der, wenn ich mich recht erinnere, aus der Feder des heiligen Bischofs Augustinus stammt. Man kann zunächst einmal einfach nur glauben, dass etwas da ist. Dann kann man, zweitens, jemandem, der da ist, glauben, was er sagt. Drittens kann man sozusagen in etwas hinein glauben, wie wenn man jemandem entgegenkommt. Das erste und zweite Glauben dürfte klar sein: Wir glauben zum Beispiel, dass es Gott gibt und dass Jesus sein Sohn und unser Erlöser ist. Das ist das eine.

Zum zweiten glauben wir, was er gesagt hat. Das beweisen wir, in dem wir versuchen, ihm nachzufolgen. Das ist das zweite „Glauben.“
Das dritte kann man vielleicht so verstehen: Wenn wir Gott Glauben schenken, dann lernen wir ihn überhaupt erst kennen. Bei den Menschen ist das ähnlich: Wenn wir uns misstrauen, verschließen wir uns und können einander die liebenswürdigen Seiten nicht wahrnehmen. Glauben ist eine Voraussetzung, uns wirklich kennen zu lernen.
„Credo in unum Deum“ schließt nun alle drei Weisen in sich ein.
„Die Gläubigen“ glauben nicht nur, dass da ein Gott ist! Nein, es sind die, die ihm glauben und gern mit ihm leben, weil sie ihn besser kennen. Betrachte die Heiligen! Man hat bei ihnen doch das Gefühl, dass sie den Gott wirklich etwas besser kannten und kennen, oder nicht?
Gott glauben ist ein Abenteuer! Es heißt, Geheimnisse des Glaubens kennen lernen. Zu diesen Geheimnissen gehört eben auch, mehr als eine Ahnung haben, dass es eine sichtbare und eine unsichtbare Welt gibt, zu der die heiligen Engel gehören.
Jesus spricht jedenfalls so selbstverständlich von ihnen, wie Bäume an den Straßen stehen. Und er sagt sogar, dass jeder von uns einen Engel hat, der allezeit das Angesicht seines himmlischen Vaters schaut. Gott hat uns einen Freund an die Seite gestellt, der zugleich bei ihm und zugleich bei uns ist. Ich finde das großartig.

 

Es ist nur logisch und gerecht, wenn die VITA ganz besonders für die Priester betet.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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