Start Glauben Summe Was bedeutet böse und gut sein?

Was bedeutet böse und gut sein?

Vielleicht erst einmal eine Unterscheidung. Es gibt zwei Dinge, die in die gleiche Richtung gehen. Böse im genauen Sinn können nur Personen sein. Bei allen Dingen, die keine Personen sind, sagen wir, sie seien schlecht oder übel.
Ein Messer, das nicht schneidet, ist ein schlechtes oder ein übles Messer. Böse Messer gibt es nicht. Feuer ist an sich gut. Es wird zum Übel, wenn wir es unserem Nachbarn unter die Gardine halten. Böse sind wir dann, nicht das Feuer.
Was aber ist das übel oder böse sein? Ein Beispiel aus der einfachen Physik. In der Schule haben wir gelernt, Kälte gibt es nicht, nur wenig Wärme. „Wärme" ist die Bewegung der Atome untereinander. Je mehr sie sich bewegen, desto wärmer fühlt sich etwas an. Bewegen die Teilchen sich weniger, wirkt das Ding kälter. Ein Ding fühlt sich kalt an, wenn es wenig Wärme hat. Für „das Ding ist kalt", können wir jederzeit auch sagen, es sei sehr wenig warm.
Ebenso können wir das mit dem übel- und dem böse sein sagen. Ein stumpfes Messer ist zu wenig scharf und ein böser Mensch hat zu wenig Güte.
Eine Unterscheidung gibt es noch: Alles, was wir genannt haben, waren Vergleiche. Sagen wir, eine Schere ist stumpf, wissen wir, was eine scharfe Schere ist. Ansonsten könnten wir es nicht sagen. Die Idealschere aber gibt es nicht. Es gibt kein absolut scharf sein, immer nur ein relativ scharf. Es gibt keine absolut fehlerlosen Dinge auf der Welt.
Es gibt aber das absolut Gute. Das ist Gott. Gott ist der Maßstab für alles Gute, für die Güte selbst. „Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist ‚der Gute'", antwortet Jesus dem reichen Jüngling, der nach dem Himmelreich fragt. (Mt 19,17)
Wer an Güte wächst und gütig wird, der wird dadurch in gewisser Weise Gott etwas ähnlicher. Das ist ein großes und schönes Geheimnis. Zugleich ist es ein Ansporn. Gott ähnlicher werden bedeutet, im wohlgefällig werden. Wir werden sehen, dass das ohne seine Hilfe nicht gehen kann, die Gnade heißt.

Wenn Du das Allerheiligste besuchst und keinen Priester findest, der bei ihm verweilt und betet, dann bleibe eine Minut länger.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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