Start Glauben Summe Wir dürfen unserer eigenen Wahrheit ins Auge sehen

Wir dürfen unserer eigenen Wahrheit ins Auge sehen

Also eins dürfte klar sein: Einem modernen Menschen von heute zu sagen, er kenne sich nicht; das stößt nicht gerade auf Verständnis. Aber sehen wir etwas genauer hin, wird alles schon etwas klarer. Gehört nicht zu den großen Lebenserfahrungen, durch die wir hindurch müssen, dass uns jemand sagt, wie wir auf einen anderen gewirkt haben? Das kann uns positiv überraschen und freuen oder auch traurig machen. Dann müssen wir dadurch; es gehört zum Leben, zum Lernen dazu.
Ist das, was wir tun, immer genau so gut oder genau so schlecht, wie wir glauben zu wissen? Warum irren wir uns dann so oft?
Es gibt leider Menschen, die an sich nichts Liebenswertes finden. Gott lässt ihnen sagen, dass er sie so lieb hat, wie eine Mutter ihr kleines Baby. Es gehört zu den großen und schwersten Künsten der Seelsorge, den Menschen das klar zu machen. Die Priester wissen davon zu berichten.
Als der heilige Petrus noch nicht der heilige Petrus war und Jesus begegnete, rief er, als er alles irgendwie erkannte: „Herr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder!“ (Lk 5,8)
Alle großen Vorbilder unseres geistlichen Lebens mussten dadurch und erfahren, wie sie wirklich waren: Große Sünder, wie alle und geliebte Kinder Gottes; auch wie alle.
Wir Menschen irren meistens genau in beiden Punkten. Auf Gottes Gebot, dass wir den nächsten lieben sollen, wie uns selbst, antworten viele Menschen, dass sie sich nicht richtig lieben können. Und die meisten, die nach langer Zeit mit der Beichte konfrontiert werden, sagen, sie wüssten doch gar nicht, was sie beichten sollen.
Der heilige Pfarrer von Ars hat zwei Dinge gesagt. Erstens: „Die Heiligen können sich irgendwie selbst nicht ausstehen“, und zweitens: „Wenn wir Gott auch nur ein wenig schauen könnten, wie er ist, wir würden sofort sterben – vor Liebe.“ Zwei geheimnisvolle Sätze. Sie werden uns aber immer wahrer, je länger wir über sie nachdenken.
Wie den Petrus, so möchte Gott alle Menschen mit der ganzen Wahrheit beschenken. Erst dann kann es losgehen.

Niemals an Gottes Zuneigung zweifeln! Besonders dann nicht, wenn man „wieder mal“ gefallen ist. Du weißt, was ich meine...

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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