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Die Offenbarung, Gottes Herzenssache

Die Offenbarung Gottes bei seinem Volk ist der Offenbarung unter den Menschen nicht ganz unähnlich. Es beginnt mit der Liebe, die sich irgendwie meldet. Man fühlt sich zu jemandem hingezogen. Haben sich die beiden Herzen gefunden, öffnen sie sich gegenseitig und gewähren Einblick; eine Freundschaft entsteht. Nur Freunden gegenüber öffnen wir unser Herz und nur ihnen offenbaren wir, was sonst niemand sehen darf. So auch Gott. Wer ihn nicht lieben will, wird ihn niemals wirklich finden. Wir machen es uns leider nicht immer klar, aber auch bei Gott ist seine Offenbarung ganz und gar Herzenssache. Bei Johannes im Evangelium lesen wir: „Niemand hat Gott je gesehen. Doch der, der am Herzen des Vaters ruht, hat Kunde gebracht“ (Joh 1,18).

Bei Abraham begann die Offenbarung, bei Jesus hat sie ihr Ende, Vollendung gefunden. „Wer mich sieht, der sieht den Vater“, sagt er (Joh 12,45). Es gilt noch heute: Wer Gott wirklich kennen lernen will, der muss zu Jesus gehen, ihn anschauen, ihn betrachten. Er ist die letzte und größte Offenbarung des göttlichen Vaters.
An dieser Stelle können wir vorweg nehmen, worin die allerletzte Offenbarung Gottes geschehen ist: Am Kreuz. Wer Gott kennen lernen will, muss Jesus suchen. Wer Jesus kennen lernen will, der findet ihn dort, wo er sein tiefstes Wesen, sein ganzes Herz gezeigt hat: Am Kreuz, an dem er für uns starb.
Wir müssen Jesus also von seinem Kreuz her betrachten. Dort werden wir die tiefste Liebe in ihrer höchsten Vollendung finden.
Wenn wir unseren Glauben also „ganz von vorn“ betrachten wollen, beginnen wir an seinen Grenzen: Bei Abraham, wo alles begann und bei Jesus, wo alles sein Ende, seine Vollendung fand. „Es ist vollbracht“, sind die letzten Worte Jesu (Joh 19,30).
Über all das hinaus sollten wir sehen, was das alles eigentlich mit uns zu tun hat. Die Geschichte der Offenbarung Gottes ist ja nicht einfach etwas, was nur so geschehen ist. All das geht uns wirklich etwas an. Es betrifft uns, im wahrsten Sinn des Wortes.

Die Alltagsheiligung hat zwei Voraussetzungen: Dass man sie wirklich will und dass man sich über die Maßen freut, wenn sie Wirklichkeit wird.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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