Start Glauben Summe Bedeutet „nur ein Gott“ schon Krieg?

Bedeutet „nur ein Gott“ schon Krieg?

Die gesellschaftliche Entwicklung scheint sich mehr und mehr Richtung Missionsverbot zu entwickeln. Seit langem werden Kreuzverbote und Verbote religiöser Kleidung verhängt. Die Leute, die solche Verbote fordern oder verhängen, hört man zur Rechtfertigung schon mal Worte wie „staatliche Neutralität“ sagen. Das klingt ein bisschen, als müsse man so handeln, um neutral sein zu können. Das stimmt natürlich nicht.

Neutral ist im Gegenteil erst jemand, der die Religionen friedlich leben lässt. Wer, zum Beispiel, neutral im Sport sein will, der muss das Tragen von Fankleidung nicht verbieten. Neutral ist, wer die Fans gewähren lässt, ohne selbst Partei zu ergreifen. Die Mission zu verbieten ist nicht neutral. Wenn wir das Motorradfahren verbieten, werden wir den Besitzern von Rädern nicht glaubhaft machen, wir seinen ihnen gegenüber neutral. Wir gebärden uns als ihre Feinde.

Wenn die Mission erlaubt wird, ergeben sich Möglichkeiten der Toleranz. Toleranz bedeutet ja, bei absolutem Friedenswillen und in Freundschaft ertragen, dass die eigene Mission nicht bewirkt, was sie bewirken soll. Die Mission zu verbieten kann dagegen kaum als ein Akt der Toleranz angesehen werden. Vielmehr wird uns mit ihr eine Möglichkeit genommen, die Freuden des toleranten Zusammenseins zu genießen und darin zu wachsen.

Es wird schon mal gesagt, die Behauptung, um den einen, absoluten Gott zu wissen, trage den Keim des Krieges in sich. Jeder Anspruch auf Absolutheit müsse eigentlich Krieg bedeuten. Das ist aber ungereimt. Die Aussage, einen absoluten Gott zu haben, reicht noch nicht, um einen solchen Schluss ziehen zu können. Entscheidend wäre doch erst, was dieser Gott will.

Im Gegenteil. Die Verkündigung, dass die gesamte Welt nur einen Gott hat, bedeutet, dass alle Menschen auch nur eine Abstammung in ihm haben. Nur ein Gott bedeutet, nur eine Menschheit. Nur eine Menschheit heißt, dass alle Menschen Brüder und Schwestern einer Familie sind, ganz gleich welche Hautfarbe. „Nur ein Gott“ bedeutet, jeder Mord ist auf jeden Fall ein Brudermord.

Im biblischen Bild ist die Kirche eine Braut und Gott der Bräutigam. Übrigens einer, der sich nicht scheiden lässt...

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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