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Soll Mission überhaupt erlaubt sein?

Die Frage geht in zwei Richtungen; nach innen und nach außen. Vom Inneren her, also von der Religion selbst her ist Mission mehr als erlaubt. Sie ist sogar geboten, sie gehört zu den großen Aufgaben aller Christen, im Gebet und im Vorleben. Den apostolisch Berufenen Menschen ist sogar aufgegeben, sich aktiv an der Verbreitung des Reiches Gottes zu beteiligen. Von innen her ist die Frage also beantwortet.

Die christliche Religion ist von ihrer innersten Natur her missionarisch. Wäre sie das, wäre sie gar nicht da. Allein ein konsequent gelebtes Christenleben ist längst missionarisch und ein leuchtendes Vorbild der Menschlichkeit. Nach außen stellt sich die Frage anders dar. Hier sind es schon mal staatliche oder sonst gesetzgebende Organe, die den Religionen das Missionieren verbieten wollen.

Weil die Mission aber so sehr zum Christlichen gehört, bedeutet der Versuch, die Mission zu verbieten zugleich schon, das Christentum selbst nicht mehr wollen. In der Tat stellt es sich so dar, dass jene, die die Mission unterdrücken wollen, oft zugleich froh wären, wenn die Religionen aufhörten.
Es gibt zum Beispiel eine Bewegung, die das Kreuz aus den Schulen verbannen will. Man sollte vermuten, dass mindestens Teile dieser Bewegung am liebsten überhaupt alle Kreuze aus der Öffentlichkeit haben will.

Etwas weiter gedacht, müsste den extremen Vertretern dieser Bewegung am liebsten sein, wenn man die großen Dome und überhaupt die Kirchen abreißt. Sie sind ja Stein gewordene, öffentliche Kreuze.
Die Bewegung geht Richtung Kreuz- und Kirchenlose Gesellschaft. Das ist eine Gesellschaft, in der man verbietet, offen über Religion überhaupt zu reden. Letztlich soll Religion kein Thema mehr sein, was ihren Tod bedeuten würde. Diesen Tod wird die Kirche niemals erleiden. Als göttliche Stiftung ist sie unzerstörbar. Im Gegenteil hat die Mission immer dort die größten Erfolge, wo sie verboten wird. Jene Bewegung ist wirksam, aber nicht klug.

Es gibt keinen Menschen auf Erden, der nicht zur Heiligkeit berufen wäre. Und es gibt niemanden, der nicht heilig werden kann.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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