Start Glauben Summe Was ist eigentlich Toleranz?

Was ist eigentlich Toleranz?

Toleranz ist ein viel gebrauchtes Wort, hinter dem man sich schon mal verstecken kann, wenn man keine eigene Meinung hat.  Auch wenn wir uns nicht trauen, anzuklagen, was anzuklagen ist, dann sind wir gern schon mal tolerant. Wer auf diese Weise sagt, er sei tolerant, dem kann eigentlich egal sein, was mit den anderen ist. Wenn wir von etwas keine Ahnung haben, können wir uns mit dem Wort Toleranz ebenfalls schützen und müssen uns nicht bemühen. Wenn wir ohnehin tolerieren, was dort ist, brauchen wir es eigentlich gar nicht kennen.
Toleranz meint eigentlich aber etwas ganz anderes. „Tolerare“ ist Latein und meint „Aushalten, Ertragen“. Der Tolerante ist also bereit, etwas zu ertragen.
Wenn religiöse Toleranz gemeint ist, dann heißt tolerant sein keineswegs, dass einem etwas egal und gleichgültig ist. Im Gegenteil, der Tolerante leidet an etwas und ist bereit, sein Leid zu tragen. Er leidet darunter, dass ein anderer eine andere Religion oder sogar keine hat. Wenn das egal ist, hat niemand was zu leiden und keiner braucht tolerant zu sein.
Ein konkretes Beispiel: Ein Christ weiß, dass sein Freund keinen Glauben hat und keinen Glauben haben will. Ob es Gott gibt oder nicht, das ist egal und wird sich später schon noch zeigen. Der Christ leidet darunter, weil er seinen Freund liebt und zugleich der Überzeugung ist, dass der Glaube etwas sehr Wichtiges ist.
Toleranz heißt in diesem Fall also: Eine Freundschaft haben und den festen Willen, diese Freundschaft in Frieden weiter zu führen, ganz gleich, welche Wahl der Freund trifft. Toleranz kann also auch eine Form der Treue sein.
Zwei Säulen hat die Toleranz hier also: Die Liebe der Freundschaft und die Leidensbereitschaft, den Freund nicht zu verlassen, wenn er etwas anderes wählt, als wir uns wünschen. Wer dagegen vorzieht, keinen eigenen Standpunkt zu haben, der kann nicht tolerant sein. Wer keine Liebe hat, dem fehlt ebenfalls etwas Wesentliches zur Toleranz.



Im biblischen Bild ist die Kirche eine Braut und Gott der Bräutigam. Übrigens einer, der sich nicht scheiden lässt...

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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