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Gott ist nicht in der Welt und die Welt ist nicht Gott

Mancher wird sagen, das zweite sei doch klar: Die Welt ist nicht Gott, natürlich! Gott ist Gott und die Welt ist die Welt. Bei der ersten Behauptung müssen wir Einschränkungen machen, gerade als Christen, schon gar als katholische. Jeder glaubende Katholik müsste wie aus der Pistole schießen, dass Gott sehr wohl in der Welt ist: Im Tabernakel ist Jesus ganz und gar in seiner Gottheit zugegen.

Was wir hier alerdings tun, ist über Gott reden, gleichsam bevor Jesus unter dem Herzen Mariens ein Mensch wurde. Wir müssen über Gott reden und die Welt reden, bevor der Heilige Geist die Menschenleiber der Erlösten zu seinem Tempel machte. Wir müssen sehen, wie sich die Dinge verhalten haben, als der Erlöser noch nicht erschienen war. In gewissem Sinn ist unsere Rede vorchristlich.

Jener, der oben ausgerufen hatte, es sei doch klar, dass Gott und Welt verschieden sind, sollte wissen, dass das vielen so klar gar nicht ist. Es gibt eine religiöse Denkrichtung, die davon ausgeht, dass die Welt etwas Göttliches hat. Irgendwie sei Göttliches in der Welt. Ganz am Ende werde sich das Göttliche wieder zusammen finden und wieder eins werden. Alles zusammen genommen, was es gibt, sei Gott. Diese Richtung des Denkens und ihre Variationen nennen sich Pantheismus.

Gott ist nicht in der Welt. Der heilige Thomas ist ein sehr konsequenter Denker. Er sagt, Gott ist nicht selbst als Gott, sondern seiner Wirkung nach in der Welt. Vielleicht lässt sich das mit der Wirkung der Sonne in einem See vergleichen, den die Sonne erwärmt. Die Sonne selbst ist nicht im Wasser, nichts von ihr. Das Wasser wird dennoch durch die Sonne warm, nämlich in dem, was die Sonne tut: Wärme abstrahlen. So ist die Sonne selbst natürlich nicht auf der Erde. Sie ist es jedoch ihrer Wirkung nach, in dem, was sie bewirkt.
Gott ist der Welt viel zu unähnlich, als dass sie ihn aufnehmen könnte. Ein Geist kann sich nicht in einen Bus setzen, er müsste Sitzfleisch haben. Gott ist der Welt noch viel unähnlicher als jeder Geist. Zwischen Gott und der Welt tut sich ein Abstand von unendlicher Weite auf, wie wir gesehen haben.

Christsein ist kein Nebenbei. Christsein heißt aufgeklärt sein über den Stand und das Schicksal der Welt. Eigentlich müssten wir Missionare der christlichen Aufklärung sein. Sankt Thomas sagt, es gehört zu den großen Werken der Barmherzigkeit, jemanden vom Irrtum zur Wahrheit zu führen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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