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Wozu ist der Mensch überhaupt auf Erden?

Wenn es um Religion geht, gibt es unzählige Fragen und ungezählte Antworten. Am Anfang und am Ende steht allerdings eine zentrale: Wozu ist der Mensch überhaupt auf Erden?

Auch hierzu ist schon viel gesagt worden.
Die Antwort des katholischen, alten Schulkatechismus ist klassisch und für mich von ewiger Wahrheit: „Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, ihn zu lieben, ihm zu dienen und dadurch bei ihm auf ewig glücklich zu werden."

Die klassische Antike, die zum Teil schon eine sehr fortschrittliche Philosophie hatte, die aber um die christliche Aufklärung noch nicht wissen konnte, gab freilich andere Antworten. Meist hatte die Frage nach dem Lebenssinn etwas mit persönlicher Größe in körperlicher und geistiger Hinsicht zu tun.
Größe zeigte sich dann nach außen in einer großherzigen Gesinnung der Mitarbeit gegenüber der Gesellschaft.

Wahrscheinlich kann man in der heutigen, westlichen Welt eine etwas andere Antwort erwarten. Ein gutes Leben scheint in der derzeitigen Moderne so etwas zu bedeuten, wie möglichst lange und viele angenehme Zustände zu erleben. Schmerzvermeidung und Lustgewinn schieben sich in den Vordergrund. Bei vielen Menschen scheinen sich die Wünsche auf sinnliches Erleben, auf Lust zu konzentrieren. Besonders „Sex haben", gilt als eine Art Therapie und Medizin fürs Seelische.
„Sex haben" ist überhaupt ein ganz neues Wort und scheint eher in die Richtung Spaß für den Einelnen, als auf tiefe, gemeinsame Freude einer stabilen Beziehung hinaus zu laufen.

Wenn die Dinge sich so entwickeln, verschieben sich sowohl das Menschenbild, als auch das Bild von der Welt und dem Sinn des menschlichen Lebens. Christlich gesehen ist ein solcher Standpunkt nicht zu halten. Der Christ rechnet ja mit Gott. Das zu tun, kann von Nichtchristen nicht verlangt werden. Mit Gott als Ursprung und Ziel jeden Lebens zu rechnen, bestimmt jedoch die gesamte Weise des Menschen, auf sich selbst, die Welt und sein Leben zu sehen und zu achten. An diesem Punkt scheiden sich die Geister.

Gebildet sein heißt gar nichts. „In was gebildet sein“, damit beginnt erst die Aussage! Christen sollten auch hier ein Vorbild sein: Gebildet in der Hoffnung, in der Liebe und damit übrigens auch im guten Benehmen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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