Start Glauben Summe Lehre von der Schöpfung. Hat die Welt einen Anfang?

Lehre von der Schöpfung. Hat die Welt einen Anfang?

Der heilige Thomas schreibt in seinem Buch über die Macht Gottes einmal ein hübsches Sätzchen: „Gott kann keinen Gott erschaffen; nicht, weil er zu wenig Macht dazu hätte, sondern weil es zum Begriff Gott gehört, von nichts geschaffen werden zu können." An der selben Stelle schreibt er mit der ihm so typischen Selbstverständlichkeit, Erschaffen bedeute Dingen ihr Dasein verleihen. Diese Kraft müsse unendlich groß sein. Sie muss natürlich dann besonders groß sein, wenn den Geschöpfen noch verliehen wird, dass sie nie aufhören zu bestehen.

Wo Thomas mit der Gelassenheit eines Fahrkartenverkäufers schreibt, müsste das Thema für das Weltbild ohne Gott wahrscheinlich ziemliche Schwierigkeiten bedeuten.

Schöpfung heißt Dasein verleihen. Die Dinge, die wir sehen, sind eindeutig da. Wenn es keinen Schöpfer gibt, der ihnen ihr Dasein gibt, dann müssen sie eigentlich schon immer irgendwo gewesen sein.
Das bedeutet zugleich jedoch, dass die zusammengebauten Dinge werden und vergehen, dass ihr Grundstoff dagegen immer irgendwo bleibt und nie vergeht.

Alle Körper zerfallen irgendwann, alle Elemente strahlen und zerfallen in Einzelteile. Das Universum schießt auseinander und die Wissenschaftler berechnen den großen Supergau. Alle Teile vergehen also, nur der Grundstoff nicht, die Einzelteile bleiben. Der Grundstoff muss in sich selbst irgendwie eine Art Bestandsgarantie haben. Weil, was schon immer da war, das wird sicher auch immer bleiben. Woher aber kommt diese Garantie? Braucht es keine Kräfte, um im Dasein zu bleiben, wie es Kräfte braucht, dass die Körper nicht zerfallen?

Es wird erstaunen, aber der heilige Thomas hat sich gegen seine Kollegen gewandt, die meinten, man könne beweisen, dass die Welt einen Anfang haben muss. Dass die Welt einen Anfang hat, so Thomas, das wissen wir nur aus dem Glauben.

Vielleicht weiß der Atheismus seinen Satz von der Ewigkeit der Stoffe auch nur von seinem Glauben, ohne seine Richtigkeit wirklich beweisen zu können.

Für einen Katholiken gehören Beichte und Eucharistie immer noch zusammen. Sie bilden eine innere Einheit. Man sollte das eine nicht tun, ohne das andere zu lassen. Die Kirche hat nie etwas anderes gelehrt.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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