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Glaube, Hoffnung und Liebe

Weil die Liebe eine Gabe ist, die von Gott kommt, weil sie den Menschen vollkommener macht und weil man die Liebe nicht missbrauchen kann, deshalb ist sie im Vollsinn eine Tugend. Der heilige Apostel Paulus schreibt in seinem Hohenlied auf die Liebe: „Für jetzt aber bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Am größten aber unter ihnen ist die Liebe." (1 Kor 13) Die Liebe kann nicht irgendeine Tugend sein, wie andere. Im Johannesbrief steht, „Gott ist Liebe" (1 Joh 4,16) Die Liebe ist eine göttliche Eigenschaft, eine Gabe, die uns Gott ähnlicher macht, je reiner sie ist.

Die drei Gaben, die Paulus nennt, gehören zusammen. Wie gesehen, bittet der Taufkandidat (oder sein Pate stellvertretend für ihn) auf die Frage des Taufenden hin um das Geschenk des Glaubens. Das bekommt er in der Tat in der Taufe geschenkt und zugesagt. Nun scheint es etwas eigentümlich, dass er nicht gleich um das größte Geschenk, um die Liebe bittet. Das hat seinen Grund nicht darin, dass er es schon hätte, sondern dass Glaube, Hoffnung und Liebe in eins geschenkt werden.

Niemand kann Gott lieben, ohne zu glauben. Man kann zwar an Gott „glauben", ohne ihn zu lieben, wie die Dämonen etwa. Wenn der Glaube aber wirklich das sein soll, was er eigentlich meint, dann muss er von der Liebe seine eigentliche, innere Formung bekommen.
Die Liebe selbst bekommt auch von der Hoffnung her noch einmal eine innere Form. Die Gabe der Hoffnung streckt sich nämlich aus auf all das, was Gott verspricht: Dass er immer bleiben wird, dass er helfen will, dass mit ihm alles in Ordnung kommt und dass wir durch ihn das letzte große Ziel, die Glückseligkeit des Himmels erreichen werden.

Glaube, Hoffnung und Liebe, die sogenannten „theologischen" Tugenden, gehören also zusammen und werden dem Christen in der Taufe eigens geschenkt. Die so wachsende Kirche Jesu ist also die Gemeinschaft der Glaubenden, Hoffenden und Liebenden, der Kinder Gottes. Jeder Mensch ist eingeladen, diese Gaben zu empfangen.

Wir können Jesu Sendung nicht verstehen, wenn wir sein Opfer nicht verstehen. Sein gesamtes Leben war dieses Opfer. Das Kreuz dessen Vollendung.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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