Start Glauben Summe Wie können wir die Dreifaltigkeit verstehen?

Wie können wir die Dreifaltigkeit verstehen?

Eigentlich gar nicht. Gott, „den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag" (1 Tim 6,16) stecken wir nicht in die Tasche. Was wir nicht erfassen können, das können wir nicht erklären.
Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, Gott als „einen Gott in drei Personen" zur verkünden. Dass Gott dreifaltig ist, haben wir von ihm selbst. Allein, weil er uns das Geheimnis anvertraut hat, allein deshalb wissen wir darum.

Was wir jedoch machen können, ist, im Nachhinein darlegen, dass es nicht unvernünftig ist, dem dreifaltigen Gott seine Dreifaltigkeit zu glauben.

Manche versuchen es so: Eine Grundaussage ist: Gott ist Liebe. (1 Joh 4,8) Und nun wieder die Frage: Was war, als es noch keine Schöpfung, keine Welt und keine Engel gab? Da gab es nur Gott allein, sonst nichts.

Gott ist also ganz allein, nur für sich, vollkommen und sozusagen schon immer ewig. Wie aber kann er dann Liebe sein und Liebe haben? Zur Liebe gehört doch immer einer, der liebt und einer, der geliebt wird; in beide Richtungen.
Zur Liebe gehört eben, dass jemand etwas oder jemanden liebt. Wenn uns verkündet wird, Gott sei Liebe, dann müssen wir so etwas denken dürfen: Dass „in Gott" immer schon ein Geliebtes und ein Liebendes, irgendwie gegenseitige Liebe „herrscht".

Wenn diese Liebe wiederum reine Liebe und reiner Gott ist, dann ist das Verhältnis des Geliebten mit dem Geliebten wieder Gott und wieder Liebe. Dann haben wir ein Drittes.

Wir müssen nicht töricht sein, um „in Gott" so etwas wie ewig pulsierende Liebe denken zu können, die „wirklich Liebe ist". Wenn Gott also Liebe ist und diese Liebe auch in Gott ist, was wir Liebe nennen, dann können wir so etwas wie Dreifaltigkeit denken.
Dennoch: Dadurch, dass Gott von sich erzählt hat, dadurch hat er keine Rätsel aufgelöst, sondern uns eigentlich noch größere aufgegeben; und zwar solche, die wir zu Lebzeiten nicht lösen können. Was die Dreifaltigkeit angeht, können wir nur ein wenig herum spekulieren. Niemals kann jemand jedoch sagen, er habe was von Gott verstanden.

Warum wird uns während der Predigt langweilig? Haben wir noch nicht gelernt, uns betrachtend auf das große Wiedersehen in der heiligen Kommunion zu freuen?

 
petersdom_innenlogo_smallkatechese

Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

Podcast

podcast

Spannende Glaubensfragen?
Vortrag verpasst?
Podcasten!

Forum

forumMitdiskutieren?
Fragen Stellen?
Schau ins Forum!

 

Summe

summeDer christliche Glaube in einfachen Worten erklärt. Die Summe!

© vita in deum | glauben Leben

Dummy Menü