Start Glauben Summe Wir können manchmal nur „negativ“ von Gott sprechen

Wir können manchmal nur „negativ“ von Gott sprechen

Unser „Negativ sprechen“ steht in Anführungszeichen. Das liegt daran, dass wir das Wort anders gebrauchen, als gewöhnlich. Wenn jemand negativ über einen Menschen spricht, meinen wir normalerweise, dass er abfällig spricht oder schlechte Seiten herauskehrt. Der Sinn, den wir hier gebrauchen, ist anders. Wenn da ein gut aussehender Mensch vor uns steht können wir sagen, er sehe „nicht schlecht“ aus. Beides meint das gleiche. Das „nicht schlecht“ ist „negativ“ gesprochen. Beschreiben wir eine Kirche als nicht gerade klein, nicht arm ausgestattet, und nicht weit weg, dann ist sie groß, reich und nah bei. Wir haben nicht ausgesprochen, was sie in Wirklichkeit ist, sondern haben verneint, was sie nicht ist. Das ist das „Negative“ an der Rede.
Von einer Kirche und einem Menschen können wir wählen, ob wir sie positiv oder negativ beschreiben wollen. Das geht bei allen Dingen, die wir kennen. Mit Gott, der „der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat, noch zu sehen vermag“ (1 Tim 6,16), ist das anders. Wenn wir - positiv - sagen, Gott sei großzügig, dann meinen wir das, wie wir es aus dem Leben kennen. Wir haben ja nur diese Maßstäbe. An diesen kann Gott jedoch nicht gemessen werden.
Wenn wir dagegen sagen, Gott ist nicht geizig, dann sagen wir etwas Wahres. Er ist das Gegenteil von dem, was wir kennen und haben nicht behauptet, zu wissen, wie seine Großzügigkeit genauer zu fassen sein muss. Gott ist ganz und gar Mysterium. Das heißt, er hat ein heiliges Geheimnis, das heilig und geheimnisvoll bleibt. Wir wissen von ihm das, was wir aus seinem Munde wissen und was wir mit der Vernunft und im Glauben erfassen. Sein Geheimnis bleibt aber immer größer als alles, was wir von ihm wissen können. Im Jahre 1215 verkündete eine berühmte Kirchenversammlung im römischen Lateranpalast, dass man bei jeder Ähnlichkeit, die wir mit Gott haben, immer noch eine größere Unähnlichkeit annehmen müssen.

Lies doch mal in den Psalmen. Du wirst sie sicher verstehen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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