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Geben die Naturgesetze Sicherheit?

Was in der Zukunft liegt, muss überhaupt nicht eintreffen, wie wir es vermuten. Es kann sein, dass die übernächste Minute nicht mehr stattfindet. Wir sind überhaupt nicht gewohnt, so zu denken. Wir denken in Naturgesetzen. Die sind für uns wie Befehle. Das Gesetz, nicht stehlen zu dürfen, sagt: „Du darfst das nicht nehmen", oder positiv gewendet: „Du musst das da liegen lassen." Der Volksmund setzt sein „gefälligst" dazu. „Mach das jetzt gefälligst", ist ein Befehl. Wir denken von der Schöpfung ähnlich. Gehen wir zu Bett, glauben wir dass die Naturgesetze der Sonne den Befehl geben, morgen gefälligst zur berechneten Zeit wieder aufzugehen. Der Mond hat gefälligst zu scheinen. Wir können natürlich so denken. Es ist aber völlig unberechtigt. Die Naturgesetze geben überhaupt keine Befehle. Kein Naturgesetz ordnet etwas an. Die Naturgesetze sind nichts anderes als Beschreibungen dessen, was wir beobachtet haben. „Wenn alle Bedingungen so bleiben, wie wir sie kennen, dann können wir davon ausgehen, dass die Sonne uns morgen wieder weckt." Bleiben die Bedingungen aber mit Sicherheit?

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder die Welt hat einen Gott, oder sie hat keinen. Dazwischen ist nichts. Hat sie einen Gott, dann ist er der Herr. Ein Gott, der den Namen verdient, kann dafür sorgen, dass die Sonne morgen nicht mehr aufgeht. Gibt es Gott, dann steht alles absolut in seiner Gnade.
Wenn es keinen Gott gibt, muss das irgendwie ganz anders sein. Alls läuft nach stabilen Gesetzen. Hier bekommen die Naturgesetze allerdings auch keine oberste Befehlsgewalt. Der moderne Atheismus rechnet ja mit so was wie Mutation; kleinere oder größere, plötzliche Veränderungen, die von den Naturgesetzen nicht vorausberechnet werden konnten. Mutationen sind Überraschungen im reinsten Sinn des Wortes. Mutiert etwas in einer kleinen Sache, an der ganz große Sachen hängen, dann kann sich die ganze Welt mit einem Schlag völlig verändern. Sicher ist also gar nichts. Es sei denn, es gibt einen Gott, der zu einem Wort steht, das er gegeben hat.

Für einen Katholiken gehören Beichte und Eucharistie immer noch zusammen. Sie bilden eine innere Einheit. Man sollte das eine nicht tun, ohne das andere zu lassen. Die Kirche hat nie etwas anderes gelehrt.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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