Das Wort „Spielart der Natur" ist mit der neuen Sicht vom Menschen erfunden worden. Wenn wir richtig sehen, wurde der Begriff eingeführt, um die Homosexualität des Menschen als „ganz natürlich" einzuführen. Spielart der Natur kann man natürlich nur dann wörtlich nehmen, wenn die Natur selbst die Spielende ist und kein Gott hinter ihr steht, der das Spiel nicht ganz sich selbst lässt. Der Begriff ist, wenn man ihn etwas länger vor die Kamera hängt, allerdings völlig ungebräuchlich und makaber. Wenn das eine eine Spielart der Natur ist, kann keiner sagen, das andere sei keine. „Spielart" von sexuellen Orientierungen zu sagen, die für Kinder beispielsweise grausamste Folgen haben, würde sich niemand trauen.
Den Kanibalen von Rotenburg, dessen grausames Spiel letztlich sicher sexuell motiviert war, eine Spielart der Natur zu nennen, trifft völlig daneben. Dass die Natur mit einem Zunami ein Spielchen treibt, wie eine Katze mit einer Maus, möchte uns auch nicht über die Lippen.
Das amerikanische Wort „gay" für Homosexualität heißt allerdings „bunt, fröhlich, heiter". Sollte die Homosexualität das alles sein, dann möchte man meinen, hier spiele was; nämlich die Natur und in ihr die homosexuellen Menschen. Die Homosexualität macht sich mit dem Wort selbst zur Ausnahme.
Christlich gesehen ist die Sexualität insgesamt jedoch viel zu heilig, um sie so ganz in die Spiel- und Spaßecke zu verlegen. Sexualität hat mit Gott-Ebenbildlichkeit zu tun. Gut gelebtes Christentum setzt durchaus seine tiefe geistige Heiterkeit aller Heidenangst entgegen. Das allerdings ist alles andere als oberflächlich, wie im geistigen Nichtschwimmerbecken. Man sollte da von bunten Späßen, die eher an Karneval als an tiefpersonale Freuden erinnern, gar nicht sprechen.
Die Begriffe und Namen, die wir den Dingen geben, zeigen schon sehr deutlich, was wir von ihnen halten.
Die eine sexuelle Ausrichtung als „gay" oder Spielart bezeichnen, denken schon immer ganz anders vom Menschen als wir es tun. Es ist am Ende eine Glaubensfrage. Im Glauben werden wir neu belehrt, was der Mensch eigentlich ist. Damit auch seine Sexualität.





