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Kirche und Homosexualität

Es gibt ein Vorurteil, das kaum aus der Welt zu kriegen ist: Der Papst kann tun und sagen, was er möchte. Es bleibt dabei: „Die Kirche hat was gegen Schwule." Was der Papst zur Homosexualität sagt, hat eigentlich erst mal gar nichts mit den betroffenen Leuten, also mit "den Schwulen" zu tun. Es geht erst einmal darum, die Sache zu besprechen, unabhängig von den Menschen. Schon da wird es nicht selten persönlich, um vom Sachlichen abzulenken. Das ist ein Weg, auf dem wir nicht gehen sollten. Der Papst verkündet für die homosexuellen Menschen zunächst nichts anderen als allen, die nicht verheiratet sind: Der sexuelle Akt gehört ausschließlich in die Ehe. Nur hier hat die ausgelebte Sexualität ihren vollen Ausdruck ihrer selbst und der Menschenwürde. In dieser Empfehlung der sexuellen Enthaltsamkeit herrscht absolute Gleichberechtigung. Allen, die nicht verheiratet sind, wird hier dasselbe gesagt: Sex außerhalb der Ehe geht nicht ohne Sünde.

Das sagt der Papst den Jugendlichen vor der Ehe genau wie den homosexuell orientierten Menschen. Können wir sagen, der Papst habe etwas gegen Jugendliche? Von dieser Aussage her ist das Unsinn. 

Wenn ich recht sehe, hält sich der Papst, da er Theologe ist, sich ziemlich zurück, was die psychologische und medizinische Beurteilung der Homosexualität angeht. Er sagt nur immer und immer wieder, dass sich gegenüber homosexuell orientierten Menschen jede Lieblosigkeit und Entwürdigung absolut verbiete. Da wird ihm allerdings meist das glatte Gegenteil unterstellt.

Was Homosexualität allerdings ist, wo sie herkommt und ob sich die Orientierung wandeln und verändern kann; darüber streiten viele. Die Wissenschaft findet hier absolut keine Einigkeit. Was die Kirche allerdings niemals sagen kann ist: Die Homosexualität sei eine Spielart der Natur. Die katholische Kirche kann nicht sagen, dass die Homosexualität „ganz natürlich" ist. Sie hat eben ein anderes Bild von der Natur überhaupt. Die Kirche sagt, und das darf sie, ohne jemandem zu nahe zu treten: Wenn ein Menschen die naturgegebene, sexuelle Anziehungskraft des anderen Geschlechtes nicht hat, dann fehlt ihm etwas. Das reicht meist schon für den großen Ärger.

 

Es gehört zu den Aufgaben des Priesters und überhaupt zu den apostolischen Seelen, die Braut für die Ankunft des Bräutigams interessiert zu machen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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