Start Glauben Summe Hat der Mensch eine Natur, die ihm Vorgaben macht?

Hat der Mensch eine Natur, die ihm Vorgaben macht?

Auch diese Frage ist eine Glaubensfrage, über die man eigentlich nicht streiten kann. Wer an den Gott der Bibel glaubt, der glaubt, dass Gott den Menschen nicht wie ein neutrales Rohmaterial in die Welt gesetzt hat, sondern dass er ihm eine Natur und ein Ziel vorgab. Wer nicht an Gott glaubt, der glaubt das nicht. Unter den Menschen ohne christlichen Glauben teilen sich freilich die Ansichten, was der Mensch denn sei. Die einen sagen, der Mensch sei ein zufälliges Ergebnis einer Entwicklung, die vereinfacht meistens Evolution genannt wird. Dieser Standpunkt ist, wie der religiöse, reine Glaubenssache.

Wer diesen „evolutionistischen“ Glauben teilt, glaubt wahrscheinlich, dass der Mensch etwas „Neutrales“ ist. Er findet Mensch sich in einer Umwelt, die sich, wie er, bis jetzt entwickelt hat und die morgen zufällig ganz anders aussehen kann. Da es keinen Gott gibt, der irgendwelche Vorgaben macht, gibt es kein Paradies und kein Himmelreich, keine Gebote und keine Ziele nach dem Leben auf der Erde. Hier ist der Mensch in der Tat irgendwie „neutral“. Eine Natur, die aus Zufall entsteht, hat keine Ziele. Hier muss der Mensch für sich selbst herausfinden, was er ist, und aus sich machen, was er sein will oder glaubt, werden zu müssen. Die Natur des Menschen macht auf jeden Fall keine Vorschriften, die zwingend wären, wie wenn ein Gott „dahinter“ stünde.
Ganz anders verhält es sich bei den Menschen, die an Gott glauben. Hier ist Gott der Schöpfer. Hier heißt Geschöpf sein, eine Natur haben, die Gott erdacht und vorgesehen hat. Die Natur des Menschen wird ihm zur Aufgabe. Er hat die heilige Pflicht, seiner Natur zu dienen, ihren Vorgaben zu folgen.
Gläubig gesehen heißt der Natur dienen Gott dienen, der der Herr ist. So spricht der christliche Glaube. Das menschliche Verhalten wird im Glauben an den Schöpfer in anderer Weise naturgemäß oder nicht naturgemäß genannt als bei denen, die an den Atheismus glauben. Hier gibt es manchmal Streit. Es bleibt aber Glaubenssache.

Wenn Du im Gottesdienst Deinem himmlischen Freund nahe bist und so viele gar nicht wissen, dass es ihn überhaupt gibt...Wird da nicht besonders deutlich, wie wenig Orientierung die Menschen haben?

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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