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Was ist eigentlich mit Schöpfung gemeint?

Eins sei vorab gesagt: Wenn es eine Schöpfung gibt, dann gibt es einen Schöpfer. Atheisten und Buddhisten sagen, es gibt ihn nicht. Sie können eigentlich nicht von Schöpfung sprechen, es sei denn sie leihen sich das Wort aus. „Schöpfer“ ist nämlich ein anderes Wort für Gott. Wer glaubt, dass die Dinge der Welt Geschöpfe sind, der glaubt, dass die Welt einen Gott hat. Wer glaubt, dass die Welt einen Schöpfer hat, der glaubt, dass alles, außer Gott sein Geschöpf ist. Alles also, was nicht Gott ist, ist Geschöpf. Es gibt nur diese beiden: Gott und die Schöpfung, die Schöpfung und Gott.
Wenn wir schauen wollen, wie Schöpfung zu verstehen ist, hilft das bekannte Bild des Philosophen Robert Spaemann. Stellen wir uns vor, die ganze Welt sei ein Film, der abgespielt wird. Wir selbst und alle Dinge der Welt gehören zu diesem Film. Es gibt viele Geschichten in diesem Film, Gut und Böse, Weinen und Lachen. Die gesamte Weltgeschichte gehört zu diesem Film, selbst die Steinzeit und die ferne Zukunft. Alles ist dieser eine Film. Auch der Urknall und der Weltuntergang gehören dazu. Außerhalb dieses Films gibt es nichts, nur den Projektor, der ihn unaufhörlich projiziert.
Sollte der Projektor einmal aufhören, den Film auszustrahlen, sterben wir nicht in dem Moment. Das Sterben gehört zu den Handlungen des Films. Fällt der Projektor aus, hört einfach alles auf zu sein. Das wäre nicht das Ende des Films, wie wir ein Filmende kennen. Das wäre ein „mitten drin aufhören zu existieren“.
Der Schöpfungsglauben betrachtet Schöpfer tatsächlich ein bisschen wie den Projektor. Er hat irgendwann begonnen, von sich aus mit dem Film zu beginnen. Aller Anfang kommt aus ihm. Bedeutsam ist der Gedanke: Alles im Film kann nur so lange existieren, solange der Projektor ausstrahlt. Der Gedanke ist: Schöpfung heißt nicht nur für einen Anfang sorgen. Schöpfung meint immer mit, dass der Schöpfer den Dingen zu jeder Zeit ihr Dasein schenkt.

Bedenke, dass der heilige Josef die gleichen Sorgen hatte, die Dich im täglichen Leben bedrücken. Er musste für die heilige Familie sorgen. Auch ihm blieb dabei nichts erspart.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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