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Gibt es das Böse?

Gegenfrage: Gibt es „das Große“? Gibt es „das Dünne“? Jeder würde gleich „das dicke Was denn?“, fragen. Oder wir würden uns erkundigen, was soll denn da groß sein soll.
“Das dicke Monstrum“, oder „das große Haus“, wären mögliche Antworten. „Das Große“ und „Das Kleine“ gibt es nicht. Es gibt eben keine Großheit, keine Kleinheit und keine Dünnheit an sich. Es sind immer Sachen oder Personen, die groß, klein oder dünn sind.

Genau so gibt es auch keine Bosheit und keine Gutheit an sich. Hier gibt es gleich etwas zu unterscheiden. Gut sein können Dinge und Personen. Wir nennen einen Menschen wie die selige Mutter Theresa einen guten Menschen. Der heilige Philipp Neri wurde zu Lebzeiten „il buono“, der Gute genannt, ebenso der selige Papst Johannes XXIII. Auch ihm gab man den selben Beinamen: Johannes, der Gute.
Dinge nennen wir auch gut. Ein gutes Messer ist scharf und ein gutes Auto bringt uns sicher von A nach B.
Die Bezeichnung „schlecht“ gibt es ebenfalls für Dinge und für Personen. Bei einem schlechten Wagen müssen wir damit rechnen, irgendwo liegen zu bleiben. Ein schlechter Mensch ist einer, der schlechte Dinge tut und deswegen nur Kumpanen, keine Freunde hat.
Das Wort „böse“ ist dagegen für Personen reserviert. Es gibt kein böses Auto und keine bösen Häuser. Es gibt aber böse Menschen. Böse Engel nennen wir Teufel, weil sie den Namen Engel nicht mehr verdienen. Etwas genauer gesprochen sind böse Menschen, Menschen, die vorwiegend Böses tun. Richtig ganz und gar, durch und durch böse Menschen kann es nicht geben. Der Schöpfer hat dafür gesorgt, dass der Mensch nicht aufhören kann, irgendwie aus Liebe zu handeln; auch wenn die Liebe schon mal so weit pervertieren kann, dass sie gar nicht mehr wie Liebe aussieht.
Ganz und gar böse kann auf Erden nichts werden. Erst nach dem Sterben, dann werden aus den guten Menschen ganz gute und aus den bösen Menschen ganz und gar böse. Ebenso sind die Engel entweder ganz gut oder ganz böse, Teufel eben.

Wenn du nicht glaubst, wie gut die Reinheit tut, dann betrachte wenigstens das Unglück und die Launigkeit, die ihr Gegenteil hervorbringt!

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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