Start Glauben Summe Kann Gott jeden Menschen von seiner Liebenswürdigkeit überzeugen?

Kann Gott jeden Menschen von seiner Liebenswürdigkeit überzeugen?

Jesus konnte es jedenfalls nicht. Er sagte: „Der Vater und ich sind eins." (Joh 10,30) Wir nennen Jesus den Ausleger des göttlichen Vaters. Wer Jesus sah, der sah den Vater. Was er sagte, wie er handelte, alles hatte genau die Handschrift Gottes. Die Sünde des Verrates, die Judas tat, war deshalb die schlimmste, weil niemand wie er so sicher sein konnte, dass Jesus Gott war. Es war nicht nur ein Verrat an einem Menschen, der Jesus hieß, sondern gegen Gott höchstpersönlich gerichtet. Keiner wusste das besser, außer der Verräter selbst.
Jesus, der Gottmensch konnte die Menschen nicht überzeugen. „Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben", muss er seinen Zeitgenossen sagen. (Joh 8,24)
Nach seinem Einzug in Jerusalem weint Jesus über die Stadt und klagt: „Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir Frieden bringt. Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen." (Lk 19,41) Hier liegt Jesu Schwierigkeit offen: Er konnte den Menschen zeigen, wer er war und was ihnen das Heil bringen würde. Viele vermochten es aber nicht zu sehen, weil sie blind geworden waren.
Einen Menschen zu überzeugen gehört einer, der überzeugt und einer, der sich überzeugen lässt. In Jesus hat Gott alles aufgefahren, was er konnte. Er hat ihnen seine Herrlichkeit in den Wundern gezeigt, seine Barmherzigkeit im Verzeihen, sein Mitgefühl in seiner Armut und seine liebende Hingabe mit seinem ganzen Leben. Mehr konnte selbst Gott nicht tun, und dennoch kamen nur wenige zum Glauben.
Wenn Gott nun allen Menschen ihre Freiheit mit allen Konsequenzen lässt, wie wird er sie noch besser überzeugen, als er es bereits versucht hat? Manche sagen, nach dem Tod würde jede Seele die Liebe endgültig so sehen, dass sie unwiderstehlich sei. Dann würde jeder glauben. Was aber ist, wenn der Mensch längst begonnen hat, Gott nicht nur zu hassen, sondern sein Gegenteil zu lieben?

Alltagsheiligung heißt Gott wirklich zum Freund haben. Und umgekehrt.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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