Start Glauben Summe Himmel und Hölle. Kann man Gott hassen?

Himmel und Hölle. Kann man Gott hassen?

Die Liebe ist immer nur Liebe. Reine Liebe ist reine Liebe. Liebe ist immer liebenswert. Gott ist Liebe (1 Joh 4,8). Also ist Gott nur liebenswert, durch und durch. Kann man ihn überhaupt hassen? Sobald wir bedenken, dass die Liebe nicht nur lieb ist, sondern auch Liebes tut, wird es möglich. Was immer jemand tut, wir können es gut oder nicht gut finden. Jedem Tun gegenüber können wir eine diese oder jene Haltung annehmen. Deshalb hatten die ungerechten Winzer bei Matthäus (Mt 21) auf die Dauer auch das Problem: Der Gutsbesitzer, den wir betrogen und dessen Sohn wir erschlagen haben, der kommt eines Tages wieder! Er wird zur Bedrohung. So kann es auch für den Ungerechten sein: Die Liebe wird, wenn sie kommt und sich durchsetzt, zur Bedrohung.
Jesus hatte genau dieses Problem. Er war die verkörperte Liebe auf Erden. „Wer mich sieht, der sieht den Vater", lautete seine Rede. (Joh 14,9) Jesus war vollkommen schuldlos, völlig liebenswürdig, ohne jede Sünde und die reine Liebe auf Erden.

„Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele." (Mt 11,29) Wer solches sagt, ist nicht hassenswert. Dennoch entlud sich gegen ihn der Hass in letzter Vollendung. Die Mächtigen fürchteten um ihre Vorzüge: König Herodes ließ alle Knaben in der Gegend um Jesu Geburt umbringen, in der Hoffnung der „König der Juden" sei dabei. (Mt 2) Den Schriftgelehrten und Pharisäern war er ebenso ein Dorn im Auge. Jesus war so schrecklich klar, so grausam ehrlich und so fürchterlich eindeutig. Er hätte wahrscheinlich gar nichts sagen brauchen. Seine Taten allein spiegelten seine Klarheit und zeigten ohne Worte, auf welcher Seite die Wahrheit war, wo Gott wirkte. Er musste weg, weil in seiner Nähe deutlich wurde, dass die religiösen Führer wie die ungerechten Winzer in Jesu Gleichnis waren.
In solchen Situationen beginnt der Hass gegen das Gute, der Aufruhr gegen den Gerechten, das Sammeln der bösen Kräfte gegen die Gerechtigkeit. Es ist möglich, Gott zu hassen. Was aber, wenn der Hass im Herzen bleibt, bis über den Tod hinaus?

Ein geistliches Leben führen heißt gute Gewohnheiten haben.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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