Start Glauben Summe Abtreibung. Was ist mit ganz schlimmen Fällen

Abtreibung. Was ist mit ganz schlimmen Fällen

Wenn jemand die katholische Haltung zur Abtreibung verteidigt, kommt fast immer etwa folgender Einwand: „Was aber ist, wenn eine Frau von einer schlimmen Vergewaltigung schwanger geworden ist? Darf man dann das Kind auch nicht töten?" Es gibt natürlich solche, ganz schlimmen Fälle. Es gibt natürlich ganz schwierige Situationen, die eine Entscheidung wirklich sehr schwer machen.

Die katholische Position ist jedoch „absolut", das heißt, sie bleibt immer dieselbe. Es gibt keine Situation, keinen Fall und keine Möglichkeit, eine Ausnahme zu machen.

Es gibt Dinge, die muss man abwägen. Da kommt es immer darauf an, welche Umstände man hat, wie was geworden ist und warum etwas so oder so gesehen werden muss.
Es gibt allerdings auch Dinge, die immer und unter allen Umständen schlecht sind. Es gibt natürlich auch Dinge, die immer und unter allen Umständen gut sind. Immer gut und nie schlecht ist es zum Beispiel, einem Hungernden zu Essen zu geben.

Ein Beispiel für etwas immer Schlechtes ist die Folter: Jemanden mit körperlicher oder seelischer Gewalt zwingen, etwas zu sagen, was er nicht sagen möchte. Folter ist immer und unter allen Umständen schlecht und nicht erlaubt. Das bedeutet: Selbst wenn man ganz Amerika vor einem Atomkrieg bewahren könnte, indem man jemanden foltert: Die Folter wäre auch dann noch verboten.

Ein anderer Fall ist der Verrat. Selbst wenn man ganz Europa vor einer Überschwemmung bewahren könnte; man dürfte das nie um den Preis tun, einen unschuldigen Freund dem Tod zu überantworten.

Die Abtreibung ist ebenso eine Sache, die nie und unter keinen Umständen gerechtfertigt werden kann. Man muss in allen schweren Grenzfällen „leider ist das so" sagen. Was da getötet wird, ist eine völlig unschuldige, menschliche Person. Menschliche Personen darf man niemals umbringen. Deshalb ist es auch niemals erlaubt, eine Abtreibung vorzunehmen. Man möchte fast sagen, leider. Aber so ist es und wird es immer bleiben.

Sei niemals strenger mit Dir als Gott, der Dich über die Maßen liebt.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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