Deshalb ist es eine besonders wichtige Aufgabe, dem eigenen Gewissen eine gute Formung zu geben.
Nun ist es so: Der Mensch kann sich stets entscheiden zwischen dem, was er für richtig erachtet und dem, was er falsch findet. Sich gegen sein eigenes Gewissen entscheiden ist immer eine Sünde gegen seine eigene Vernunft. Wenn wir uns redlich für das entscheiden, was wir richtig finden, uns aber irren, dann sündigen wir nicht.
Ob das, was wir tun, aber wirklich gut ist oder nicht, hängt davon ab, ob es vor Gott gut ist oder nicht. Der Schöpfer ist der Maßstab alles Guten. „Nur einer ist der Gute, Gott", sagt Jesus dem reichen Jüngling. (Mt 19,17)
„Gottes Geist bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind." (Röm 6,16) Wir haben zur Aufgabe bekommen, zusammen mit Gott, der in unserem Herzen spricht, zu erfahren, was das Gute jeweils ist.
Bei Gott dürfen wir uns immer entscheiden, das ist klar. Unsere Freiheit bleibt stets unangetastet. Wir sollten daraus jedoch nicht schließen, dass wir uns auch für das Böse entscheiden dürfen. Manchmal hört sich unser Reden an, als seien bei einer sogenannten Gewissensentscheidung beide Möglichkeiten neutral, wie wenn man diese oder jene Farbe wählt. „Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen", lesen wir bereits im Gesetzwerk des Alten Testaments. (Dtn 30,19)





