Start Glauben Summe Abtreibung. Es gibt immer mindestens zwei Opfer

Abtreibung. Es gibt immer mindestens zwei Opfer

Wenn stimmt, was wir glauben und verkünden; dass eine Abtreibung das Töten einer kleinen Person ist, die nach Gottes Willen lebt, dann haben wir ein großes Problem. Eine Person töten erfüllt den Tatbestand des Mordens. Darüber lässt sich nicht streiten. Wenn wir Recht haben, dann ist jede Abtreibung also ein Mord. Wir haben zu Beginn von Klarheit gesprochen und müssen den Mut zu ihr haben. Nach unserer Lehre ist der Mord eine sogenannte Todsünde.
Das bedeutet, in der Tat stirbt nicht nur der Ermordete leiblich. Im Täter stirbt zugleich etwas geistig; nämlich sein Verhältnis mit Gott. Genau genommen ist der geistige Tod vor Gott schlimmer als der leibliche, der oftmals der Weg in das ewige Glück des Himmels bedeutet. Der geistige Tod bedeutet einen Weg, der ins genaue Gegenteil führt. Auch das müssen wir in aller Klarheit im Licht behalten. Was ist also zu tun?

Was Thomas von der Mücke sagt, gilt viel mehr noch für die Menschen. Wir wissen nie, was im Herzen einer Person geschieht, was sie treibt, was sie formt, was sie ersinnt. Nur Gott allein weiß alles. Wir selbst kennen uns nicht mal selbst. Deshalb steht es niemandem zu, einen Menschen zu verurteilen. Nicht mal das Beurteilen ist möglich.

Wir wissen nur von Sachverhalten, nicht, was sie wirklich angeschoben hat. Es gibt einen alten, christlichen Grundsatz: Wir müssen immer die Sünde vom Sünder trennen. Die Sünde hassen, den Sünder um so mehr lieben. Das eine ist das Spiegelbild des anderen. Je schlimmer ist, was jemand getan hat, desto mehr „verdient" er unsere fürsorgliche, ehrliche und freundschaftliche Liebe. Beim göttlichen Vater ist es ebenso.

Wir haben also nie einen Grund, jemanden für etwas zu verurteilen, sondern haben immer eine heilige Aufgabe, uns mit dem guten Hirten auf den Weg zu machen, die Verirrten zu suchen, mit Liebe zu umfangen und wo möglich heim zu führen; in die väterliche Liebe Gottes. Wir sind ebenso Sünder, die nicht ohne sind.

Jedes aufrichtige Gebet – und sei es noch so kurz und arm – verbindet Himmel und Erde. Der Ort, wo sichdie Welten begegnen, ist das betende Herz.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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