Start Glauben Summe Abtreibung. Gibt es hier einen Wertekonflikt?

Abtreibung. Gibt es hier einen Wertekonflikt?

Ein Wertekonflikt liegt gibt es immer dann, wenn verschiedene Werte gegeneinander aufgewogen werden müssen.
Es gibt zum Beispiel den Wohlstand einer Person als Wert. Jeder möchte für gewöhnlich seinen Wohlstand halten oder gar vermehren. Es gibt ebenso den Wert der Solidarität, die uns schon mal auffordert, um anderer Menschen willen auf ein wenig Wohlstand zu verzichten. Diese beiden Werte können in Konflikt geraten.

In Sachen Abtreibung von Werten zu sprechen, ist dagegen ganz und gar fehl am Platz. Es gibt keinen Wert des Lebens, weil das Leben keinen Wert hat. Das Leben hat Würde und das ist eben etwas ganz anderes als einen Wert. Das Wort „Würde" brauchen wir ja genau aus diesem Grund: Weil das Wort „Wert" für Menschen unpassend ist. Deshalb kann es in Sachen Abtreibung keinen Wertekonflikt geben.

Unsere Erwägungen zur Person und zum Personsein des Menschen waren eigentlich keine christlichen in dem Sinn, dass nur Christen sie anstellen würden. Die Philosophie allein kann zu den selben Ergebnissen kommen. Das ganze hat dennoch einen weiteren, christlichen Ansatz.

Thomas von Aquin sagt einmal, alle Philosophen dieser Welt könnten nicht einmal das Wesen einer einzigen Mücke durchschauen. Wer glaubt das zu können, der muss sich anmaßen, die Gedanken Gottes zu durchschauen, der die Mücke geschaffen hat. Gott allein weiß, zu was die Geschöpfe geschaffen sind. So auch besonders mit jedem Menschen.

Niemand kann wissen, was aus einem Menschen werden kann und wird, wenn er sich im Leben entwickelt. Wenn wir ein entstehendes Menschenleben töten, müssen wir das alles ignorieren. Der Tod dieses Menschenlebens als Wunsch hat dann den Vorzug vor allem, was aus ihm werden könnte.

Christlich gesprochen ist jedes Leben von Gott gewollt. Der Schöpfer wird sicher kein Leben schenken, das er nicht haben will. Von einem Wertekonflikt zu sprechen, ist angesichts der Tatsache, selbst Geschöpf vor Gott zu sein, schon eine Frechheit.

Hören wir niemals auf, die Güte des Vaters zu bedenken. In schweren Zeiten gibt es nichts Wichtigeres, als es in guten Zeiten meditiert zu haben. Unser Vater kann nicht aufhören, unser guter Vater zu sein.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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