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Abtreibung. Wenn das Herz antwortet

Eine Bekannte war glühend für die Abtreibung als Menschenrecht. Frauen müssten selbst bestimmen dürfen, ob sie das Kind behalten oder „wegmachen" lassen. Dann wurde sie schwanger. Heute hat sie eine süße Tochter und erzählt, ihr sei damals körperlich schlecht bei dem Gedanken geworden, dem Kind etwas anzutun. Wir nennen das Intuition. Intuitionen hat jeder Mensch. Sie sind „automatische" Einsichten, die ohne Nachdenken, ohne Vorbereitung entstehen. Man kann Intuitionen erklären, aber erst später, nachdem man sie erst einmal gehabt hat. „Ja natürlich!", war eine Intuitive Antwort auf die Frage:, ob man Schwachen helfen muss. Die Antwort kam sofort, „wie aus der Pistole geschossen", intuitiv. Das Herz hat gesprochen.

Meine Bekannte hatte ihre Theorie. Die hatte sie durch Nachdenken erworben. Jetzt hatte sie ein intuitives Herzempfinden, das ganz gegen das sprach, was sie sich als Gedankenburg aufgetürmt hatte. Sie trug es jetzt Stein für Stein zurück und folgte ihrer Intuition.

Ein großer Teil dessen, was wir sagen, ist intuitiv: „Boah, schmeckt das gut!", ist ein Ausdruck für intuitives Empfinden.
Kinder stellen ihre Fragen intuitiv und viele Antworten sind es ebenfalls.

In der Personenfrage ist das komplette, intuitive Sprechen auf der Seite der christlichen Verkündigung. Das gesamte Reden von der Trennung der Person vom natürlichen Menschen, ist dagegen völlig gegen jede Intuition.

„Wann wurde ich gezeugt?", ist die Frage eines Kindes, das intuitiv erfasst, dass es gleich eine Person ist. „Warum kann Opa nicht mehr richtig denken?", ist die Frage eines Kindes nach dem Großvater, der sein Gedächtnis verloren hat. Kein Kind sagt: „Warum kann der Mensch, der früher Opa war, nichts mehr sagen?"

Die trittsichere Intuition der Menschen machte es den Wissenschaftlern in den Ideologien schon immer schwer, ihre unmenschlichen Pläne zu verwirklichen. Deshalb dröhnte es immer aus Propagandarohren; die Leute sollten sich umgewöhnen.

Der Weg zur Kirche ist ein kleiner Pilgerweg und gehört bereits zum Gottesdienst – wie der Jakobsweg zur Jakobskirche.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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