Man kann sich den Storch ohne Flügel denken, man kann im gedanklich auch die Beine abnehmen, sein Storchsein jedoch nicht. Der Storch ist immer als Storch ein Tier.
Das Personsein gehört ebenso zum Menschen, wie das Storchsein zum Storch. Deshalb ist jeder werdende Mensch immer schon Person. Sobald ein Mensch entsteht, entsteht eine Person. Sobald ein Mensch getötet wird, stirbt eine Person.
Das haben nicht immer alle Menschen so gesehen. Es hat schon Denker gegeben, die sagten, der Mensch sei erst dann Person, wenn er die Merkmale einer Person zeigen könne.
Nehmen wir als Merkmale der Person zum Beispiel das Selbstverhältnis und das Erinnerungsvermögen, dann muss ein Mensch ein Verhältnis zu sich selbst haben und sich erinnern können.
Gemeint ist bei den Denkern dieser Linie, dass ein Mensch sein Personsein nicht nur haben, sondern auch beweisen muss. Die Person muss für andere Personen als Person sichtbar sein, sonst sei es keine.
Nehmen wir das an, dann sind Embryonen, Kleinstkinder, vergessliche, alte Menschen und geistig schwer Behinderte keine Personen. Sie fallen dann nicht unter den vollen Schutz, den sich die Personengemeinschaft gegeben hat.
Wenn wir fragen, wie denn Menschen zu behandeln sind, die keine Personen sind, dann werden wir sie wahrscheinlich auf den Rang der am höchsten Entwickelten Tiere stellen müssen. Das heißt, unter Umständen müssen Menschen dieser Kategorie getötet werden, sobald sie das Allgemeinwohl und der Personen gefährden. Es würde zwei Arten menschlichen Lebens geben.





