Start Glauben Summe Abtreibung. Kann der Mensch Leben überhaupt machen?

Abtreibung. Kann der Mensch Leben überhaupt machen?

Der Philosoph Kant hat einmal geschrieben, sein Werk erfordere einen entschlossenen Leser. Wahrlich, das stimmt. Unsere Gedanken zum Personsein des Menschen erfordern sicherlich auch, dass man sie öfter liest und meditiert. Das Leben des Tieres ist sein Tiersein, das Leben des Menschen ist Personsein. Personsein und Leben ist im Falle des Menschen ein und dasselbe. Das müssen wir noch einmal betrachten.

Wir sagen im Allgemeinen, der Mensch habe sich vom Tier her entwickelt. Dem Körper nach mag das sein. In der biblischen Genesis steht, dass Gott den Menschen aus den Stoffen der Erde formte. (Gen 2,7) In gewissem Sinn ist er also, wie alle Tiere, von der Erde genommen. Somit hat er auch an den irdischen Entwicklungen seien Anteil. Der Mensch ist in gewissem Sinn Bruder und Schwester aller irdischen Geschöpfe.

Eins kann allerdings nicht beobachtet werden, dass sich das eine Leben vom anderen her entwickelt. Ei- und Samenzelle haben beide ihr eigenes, lebendiges Dasein. Wenn sie verschmelzen, tun sie nicht zwei halbe Leben zu einem einzigen ganzen zusammen. Was da heraus kommt, hat sein eigenes, ganz anderes und doch so gleiches Leben.

Jedes neue Leben ist „entstanden", wie die Welt der aller erste Stoff entstanden ist. Vorher war nichts da, später war er da. Einfach so, aus nichts ist was geworden. Dieses Tun, aus dem nichts etwas zu machen, nennen wir Schöpfung. Das kann nur Gott.

Wann immer der Mensch etwas tut, braucht er dazu Materialien. Der Mensch kann nur aus etwas etwas anderes machen. Er kann nicht aus nichts etwas entstehen lassen; „plötzlich ist es da..."

Ei- und Samenzelle können etwas weitergeben. Ihr Leben allerdings nicht. Das können sie, wie jedes Geschöpf, nur verlieren.

Vergessen wir nicht: Leben heißt eine Innerlichkeit haben, die nicht zusammengesetzt werden kann. Jedes Geschöpf hat eine ganz eigene, ganz neue Innerlichkeit. Innerlichkeit kann nicht wachsen. Sie ist immer schon ganz fertig.

Bleibe ehrlich und wisse, dass niemand Gott etwas vormachen kann.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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