Wir sagen im Allgemeinen, der Mensch habe sich vom Tier her entwickelt. Dem Körper nach mag das sein. In der biblischen Genesis steht, dass Gott den Menschen aus den Stoffen der Erde formte. (Gen 2,7) In gewissem Sinn ist er also, wie alle Tiere, von der Erde genommen. Somit hat er auch an den irdischen Entwicklungen seien Anteil. Der Mensch ist in gewissem Sinn Bruder und Schwester aller irdischen Geschöpfe.
Eins kann allerdings nicht beobachtet werden, dass sich das eine Leben vom anderen her entwickelt. Ei- und Samenzelle haben beide ihr eigenes, lebendiges Dasein. Wenn sie verschmelzen, tun sie nicht zwei halbe Leben zu einem einzigen ganzen zusammen. Was da heraus kommt, hat sein eigenes, ganz anderes und doch so gleiches Leben.
Jedes neue Leben ist „entstanden", wie die Welt der aller erste Stoff entstanden ist. Vorher war nichts da, später war er da. Einfach so, aus nichts ist was geworden. Dieses Tun, aus dem nichts etwas zu machen, nennen wir Schöpfung. Das kann nur Gott.
Wann immer der Mensch etwas tut, braucht er dazu Materialien. Der Mensch kann nur aus etwas etwas anderes machen. Er kann nicht aus nichts etwas entstehen lassen; „plötzlich ist es da..."
Ei- und Samenzelle können etwas weitergeben. Ihr Leben allerdings nicht. Das können sie, wie jedes Geschöpf, nur verlieren.
Vergessen wir nicht: Leben heißt eine Innerlichkeit haben, die nicht zusammengesetzt werden kann. Jedes Geschöpf hat eine ganz eigene, ganz neue Innerlichkeit. Innerlichkeit kann nicht wachsen. Sie ist immer schon ganz fertig.





