Start Glauben Summe Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

Genau genommen „bin ich mein Leben". Das wir unser Leben haben, ist ein Spruch, den man machen kann. Er stimmt aber nicht. Wenn ich nicht mehr lebe, ist nichts mehr da, was das Leben nicht mehr haben kann.
Ich bin auch nicht mein Leib und bin nicht mein Geist. Ich bin der lebendige Mensch, dessen Leben beides formt und zusammen hält.

Indem ich das jetzt sagen kann, unterscheide ich mich von allen Tieren und Pflanzen. Ich kann „ich" sagen, weil ich geistig auf mich selbst schauen kann und zugleich wissen kann, dass ich es tue.

Wenn wir uns umsehen, schauen wir irgendwie aus uns heraus. Ähnlich schaut das Tier auch aus sich heraus. Es sieht seine eigenen Beine und seine Umwelt. Was das Tier nicht kann: Es kann sich als ganzes nicht betrachten.
Liegt ein Hund in seiner Hundehütte, schaut er hinaus. Tritt er vor die Hütte, kann er sie sehen, nicht aber sich selbst, wie er drinnen liegt.
Der Mensch kann das alles geistigerweise. Er kann sich selbst als ganzes betrachten.

Nur Personen können das. Nur Personen können ein Verhältnis zu sich selbst haben. Wir haben uns lieb oder auch nicht, aber wir „haben uns". Wir können mit uns selbst reden, weil wir uns „sehen" und ein Verhältnis zu uns selbst haben, obwohl wir nicht geteilt und nicht zwei sind. All das und noch viel mehr macht aus, was wir die menschliche Person nennen. Das Leben des Tieres ist sein Tiersein. Das Leben des Menschen ist sein Personsein.

„Ich hoffe, das Gott mich noch lieb hat“, ist keine Hoffnung. Es ist Kleinglaube, falsche Demut oder Unwissen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Verschweigen

Wer die Detektivgeschichten des Gilbert Chesterton kennt, in denen ein gewisser, etwas schusseliger Pater Brown die Ermittlung übernimmt, der weiß, dass der Autor einen Lieblingsgedanken hat: Der kleine Priester, der ungezählte Stunden im Beichtstuhl verbracht hat und ganz bei den Sorgen der einzelnen, kleinen Leute war, der kennt die dunklen Seiten des Menschseins und der Menschheit. 
Der Gedanke passt zu unserem traurigen Thema. Bislang reden wir, wie meistens alle drüber reden: Von der Theorie her, vom Allgemeinen.

 

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