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Sind Naturkatastrophen und Krankheiten Strafen Gottes?

Das dürfen wir nicht sagen. Niemand kann behaupten, dieses oder jenes Ereignis, diese Krankheit oder jene Krankheit seien Strafen Gottes. Wir können das allerdings nicht deshalb nicht sagen, weil es keine Strafen von Gott gibt, sondern, weil kein Mensch sehen kann, ob etwas aus den natürlichen Zusammenhängen kommt, oder ob Gott dahinter etwas lenkt. Wir können das nie genau sagen, weil wir es nicht sehen können.
Kommt jemand mit einem nassen Mantel zur Türe hinein, nehmen wir an, er war im Regen. Es kann aber auch sein, dass er in einer Waschanlage war. Zudem wissen wir nicht, ob er es freiwillig tat oder ob ihn jemand gezwungen hat. Dem nassen Mantel sieht man nichts an.
Strafen können gut und wichtig sein, darüber haben wir schon gesprochen. Prediger aber, die behaupten, mehr zu wissen, als jedermann wissen kann, ist zunächst einmal nicht zu trauen. Jesus sagt: „Euch ist es nicht gegeben, Zeiten oder Fristen zu erfahren." (Apg 1,7) Damit ist gesagt, dem Menschen kommt es nicht zu, die Gedanken und Pläne Gottes zu durchschauen.
Wer behauptet, eine Naturkatastrophe sei eine Strafe Gottes, nimmt den Mund zu voll. Das tut allerdings auch der, der behauptet, Gott strafe nie.
Wenn Gott straft, dann muss es Strafen geben, die gut sind und zum Guten führen (solange es nicht um die Hölle geht, die ein anderes Thema ist). Der gütige Vater kann nichts Böses, nichts Ungutes, nichts Brutales für uns wollen und anordnen. Wenn er uns bestraft, dann nur, weil es sein muss und um das Beste für uns damit zu wirken. Das gibt es natürlich und darüber können wir reden.
Mit einer Naturkatastrophe oder Seuche jedoch gute und böse Meinschen mit einem Mal dahin zu raffen, das scheint nicht unbedingt die Handschrift unseres gütigen Vaters zu sein.
Sollte Gott jedoch etwas sagen wie: „Ich würde euch helfen und vor Bösen bewahren, wenn ihr mich nur lieben und bitten würdet"; wir hätten es dann trotz allem sicher weniger schwer und manches würde uns nicht zustoßen. Das ist denkbar, zu durchschauen aber zu kompliziert für uns.

Hin und wieder beten, nach Bedarf sozusagen, ist auf Dauer nicht gemeint. Das ist nur ein Beginnen. Unser geistliches Leben fängt erst richtig an, wenn wir verstanden haben, dass Gott die allererste Stelle im ganzen Leben gebührt.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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