Start Glauben Summe Die Dreifaltigkeit Gottes, ein erster Gedanke

Die Dreifaltigkeit Gottes, ein erster Gedanke

Zu Anfang unserer Summe haben wir über die Offenbarung gesprochen und gesehen, „Offenbarung" heißt, dass Gott selbst von sich gesprochen hat. Zu dieser Offenbarung gehört auch, dass Gott sich als der eine und einzige und zugleich „dreifaltige Gott" gezeigt hat. Es gibt nur einen einzigen Gott, der allerdings drei Personen hat. Versuchen wir einen vorsichtigen, wagen Gedanken anzustellen.  Wenn wir allein sind und niemand uns sieht und hört, dann kann es sein, dass wir mit uns selbst reden und ein Selbstgespräch führen. Es ist manchmal sogar so, als seien da zwei Parteien „in" uns, die mit sich im Streit liegen. Wir haben auch, jeder für sich, ein Verhältnis zu uns selbst.
Wir „haben uns". Der eine „hat sich" lieb, der andere „hat sich" nicht lieb. Der eine mag sich leiden, der andere leidet unter sich selbst. Auch das ist, als ob da zwei Parteien „in uns" wären.
Wir sind jeweils nur ein Mensch, aber wir haben in uns so etwas wie ein ständiges Gespräch.
Ähnlich stellen wir uns das mit Gott vor. Wir Menschen können uns natürlich überhaupt nicht mit Gott vergleichen. Als Gott den Menschen erdachte, hat er ihn wohl aber ein wenig mit sich verglichen. Wir sind ein bisschen ein kleines Abbild der Dreifaltigkeit.
Auch Gott „hat" sich, nur dass er natürlich keinerlei Schwierigkeiten mit sich haben kann, wir das bei uns oft ist. Gott hat sich vollkommen lieb, vollkommen gern, alles in ihm ist vollkommene Liebe. Liebe aber geht nicht, wenn man nichts lieb „hat". Auch in Gott also ist ein Anschauen und angeschaut werden auch in ihm ist „Gespräch". Deshalb nennen wir den „zweiten" Gegenpol „das Wort". (Joh 1,1)
Wenn in Gott zwei Pole sind, müssen beide ein Verhältnis zueinander haben. Weil sie sich lieben, ist das Verhältnis zwischen ihnen Liebe, nichts als reine Liebe. Das nennen wir den Heiligen Geist. So kann die Bibel im ersten Johannesbrief schreiben: „Deus Caritas est", „Gott ist Liebe". (1 Joh 4,8)

Es macht schon einen realen Unterschied, ob etwas gesegnet ist oder nicht. Also, Christ, segne!

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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