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Liebe, Gebet und Langeweile

Gilbert Chesterton hat einmal einen interessanten Hinweis gegeben: Gott schaut sich seit Milliarden von Jahren Sonnenuntergänge an, ohne dass ihm dabei langweilig wird. Das ist ein ebenso großartiges, wie wahres Wort.
Wenn es Gott überhaupt langweilig werden könnte, dann müsste ihm immer schon langweilig sein. Langeweile setzt nämlich immer dann ein, wenn wir etwas ganz und gar kennen, wenn nichts Neues mehr entdeckt werden kann; wenn sich nichts abwechselt. Somit müsste also Gott, dem alles bekannt und nichts unbekannt ist, eigentlich der große Gelangweilte sein. Gott weiß, wie alles aussieht. Er weiß, wie alles war, wie alles wurde und wie alles sein wird. Eigentlich müsste er immer gähnen und wie der einsame König auf seinem Planeten, immer irgendwie auf seinen Hofnarren warten, der ihm Abwechslung verschafft.

Irgendwie können wir aber gar nicht denken, dass Gott langweilig ist und die Lösung scheint in der Liebe zu liegen. Menschen können uns langweilig sein, nicht aber, wenn wir sie lieben. Wann ist einer Mutter ihr Kind je langweilig geworden? Kinder können langweilig gekleidet sein, aber niemals langweilig werden. Was immer wir lieben, das schauen wir mit Entzücken an; eben so lange wir es lieben.
So ist es auch mit dem Gebet. Lieben wir es, wird es nicht langweilig. Das Vaterunser ist immer dasselbe. Wer es zu beten versteht und lieben gelernt hat, dem wir nicht langweilig dabei. Der Rosenkranz, das große Gebet der Wiederholung ist für die, die ihn zu beten verstehen, täglich das größte Vergnügen.
Die Gebete der Psalmen sind seit Jahrtausenden genau die gleichen. Immer wurden Bücher des Entzückens über sie verfasst und durch alle Zeiten gibt es Beter, die ganz und gar aus ihnen leben.
Die Gebete des sogenannten Stundengebetes sind immer die selben, auch wenn sie im Vier- oder Zweiwochentakt variieren. Ebenso ist es mit den Gebeten, die wir in der vita füreinander sprechen. Wer sie liebt, der betet sie gern.
Wenn wir aber noch etwas genauer hinsehen, ist es aber gar nicht das Gebet als solches, was wir lieben, sondern der, den wir mit dem Gebet anbeten. Man liebt doch eher den Beschenkten, als das Geschenk, das wir ihm geben, oder?
Das erste Gebot Jesu lautet, Gott zu lieben. Wer also Gott von Herzen liebt, dem wird das tägliche Beten zum Abenteuer. Es führt nämlich dahin, Gott in seinem Glauben an ihn, immer besser kennen zu lernen.

Laie – im Deutschen ein missverständliches Wort, wie wenn man keine Ahnung hätte. Welch großer Irrtum sei das!.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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