Start Glauben Summe Der Protestantismus und seine Dogmen

Der Protestantismus und seine Dogmen

Wo wir gerade dabei sind, von der Kirche zu sprechen, fällt mir ein vielleicht typischer Satz ein, den eine liebe, protestantische Freundin einmal ausgesprochen hat. Sie sei froh, sagte sie, in der evangelischen und nicht in der katholischen zu sein. Sie fühlte sich dort freier, weil sie eigentlich von niemandem vorgeschrieben bekommen würde, was sie zu glauben habe. Die katholische Kirche dagegen sei ihr zu dogmatisch.
Der Schuss war natürlich aus der Hüfte gezogen, zu ungenau und abgelesen wie ein Kalenderblatt. Als Hauptfrage stellt sich da weniger, wie die Argumente für das Gespräch jetzt geordnet werden müssten. Frage war hier vielmehr, wie der Diskussion aus dem Weg gehen ohne unhöflich zu sein.

Ein ehemalig guter Bekannter war der Sohn eines katholischen Priesters. Dieser war seinerzeit mit seiner gesamten Familie katholisch geworden. Der Vater wurde zum Priester geweiht. Der Grund dafür war seine aufkommende Liebe zur Muttergottes. Weil die Liebe sich in der Welt ja Ausdruck verschaffen will, schraubte der damals noch evangelische Pfarrer eine Maria an die Hauswand. Sehr bald darauf bekam er Besuch von der obersten Kirchenbehörde: Die Maria musste da weg, oder es gebe Konsequenzen. Das konnte nicht geduldet werden.
Es gibt nun kein katholisches Dogma, das die Verehrung der Muttergottes vorschreibt. Es scheint aber ein evangelisches zu geben, das sie verbietet.

Mein Schreiben soll jetzt keineswegs eine Herabwürdigung der evangelischen Kirchenwelt sein. Im Gegenteil, ich finde dogmatische Gemeinschaften prima und kenne beim genaueren Hinsehen eigentlich keine, die es nicht ist.

Manche nennen die Dogmen der Kirche ein Korsett, in das Menschen gezwungen werden. Ich habe ehrlich gesagt, noch nie ein Korsett gesehen, in das sich die Damen nicht in der strahlendsten Freiwilligkeit gezwängt hätten.
Wenn ich im Bild bleiben soll, dann lege ich mir mein Korsett auch höchst freiwillig an, weil ich ohne geistig gesehen wahrscheinlich keine gute Figur abgeben würde. Vielleicht wäre das auf die Dauer zudem schädlich für die Wirbelsäule.

Es stimmt aber: Der Papst hat zu sagen und ich bin bereit, ihm in Sachen meines Glaubens wie einem Feldherren zu folgen, und sogar die Trompete dazu zu blasen.
Ehrlich gesagt, erleichtert mich die Tatsache, dass ich nicht in dieser großen Schwierigkeit wie meine protestantische Freundin bin: Wenn sie überhaupt einen ordentlichen Glauben haben will, der sie trägt, dann muss sie ihn sich selbst ausdenken. Mir fehlt ehrlich gesagt die Zeit dazu. Ich betreibe in meiner Freizeit viel lieber meine schlichte Theologie.

Für einen Katholiken gehören Beichte und Eucharistie immer noch zusammen. Sie bilden eine innere Einheit. Man sollte das eine nicht tun, ohne das andere zu lassen. Die Kirche hat nie etwas anderes gelehrt.

 
petersdom_innenlogo_smallkatechese

Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

Podcast

podcast

Spannende Glaubensfragen?
Vortrag verpasst?
Podcasten!

Forum

forumMitdiskutieren?
Fragen Stellen?
Schau ins Forum!

 

Summe

summeDer christliche Glaube in einfachen Worten erklärt. Die Summe!

© vita in deum | glauben Leben

Dummy Menü