Start Glauben Summe Die Kirche und der Kirchenstaat

Die Kirche und der Kirchenstaat

Meine kleine Klarstellung hat Fragen ausgelöst. Wenn die Kirche kein Staat ist, was ist sie dann? An anderer Stelle hatte ich ja schon mal Kardinal Bellarmin zitiert, der Richtung protestantisches Kirchenverstehen gesagt hatte, die katholische Kirche sei genau so konkret und greifbar, wie die Republik Venedig.

Die eigene Religionsgemeinschaft als Staat zu wünschen oder anzustreben ist islamisch.
Mohammed hatte sich alle leitenden Posten erobert und zeitlebens gehalten. Er war Diktator, Chef der Armee und Chef der Religion. Weil Mohammed im Islam das große Vorbild ist, gibt es nach klassisch islamischem Verständnis keine Trennung von Religion und Staat.

Christus, der für uns in allem das Leitbild ist, hatte zwei Dinge gesagt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ (Mt 22,21) und: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt.“ (Joh 18,36) Damit ist die Trennung von Kirche und Staat mit dogmatischer Sicherheit ausgesprochen.

Jetzt könnte man folgern, was viele Protestanten vorziehen: Eine rein geistige Kirchlichkeit. Diesen Schritt hat die katholische Kirche nie vollzogen. Sie versteht sich, ohne Staat zu sein, sehr wohl als konkrete Gemeinschaft mit einer konkreten, einheitlichen Leitung. Der Papst ist ihr Oberhaupt und hat, wie Petrus, zu sagen. In Dingen des Glaubens und des „sittlichen Lebens“ ist er es, der die kirchlichen Entscheidungen ins Wort bringt und anordnet. Wer sich als Katholik verstehen möchte, wird dem in den wichtigen Fragen Folge leisten.

Was den Vatikanstaat angeht, so ist der Papst auch hier das souveräne Oberhaupt. Hier kann er, wenn er will, sagen, wie hoch die Löhne zu sein haben und ob das Schienennetz der vatikanischen Eisenbahn endlich ausgebaut werden soll. Er hat auch eine Armee, die er um den Petersdom marschieren lassen kann, wenn er möchte. Dieser kleine Staat ist allerdings nicht die katholische Kirche.
Er ist als Papst sowohl Oberhaupt der Weltkirche, als auch Oberhaupt eines kleinen Staates. Beide Dinge fallen jedoch nicht in eins, nur weil der Papst eine einzige Person ist.

Die Priester sind nicht nur bestellt, die Kirche mit den Sakramenten zu versorgen. Sie müssen Hirten sein und haben die Last der Leitung auf ihre Schultern gelegt bekommen. Welch eine schwere Last, oder nicht? Helfen wir ihnen, ohne Murren. Gott ist der Große.

 
petersdom_innenlogo_smallkatechese

Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

Podcast

podcast

Spannende Glaubensfragen?
Vortrag verpasst?
Podcasten!

Forum

forumMitdiskutieren?
Fragen Stellen?
Schau ins Forum!

 

Summe

summeDer christliche Glaube in einfachen Worten erklärt. Die Summe!

© vita in deum | glauben Leben

Dummy Menü