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Reden über Gott

Wie wir hier über Gott reden, tut es sonst eigentlich kaum mal jemand; nur die Philosophen, und die langweilen in der Regel. 
Die Rede von Gott ist aber gar nicht langeilig, sie ist es nie, wenn man es richtig anstellt. 
Dass man es nicht tut, hat in drei Dingen seinen Grund: Es liegt an der Erbsünde, am Teufel und an der Welt um uns. 
 Die Erbsünde sorgt dafür, dass wir unseren Schöpfer von vornherein erst einmal gar nicht mehr kennen. Der Teufel freut sich darüber und tut alles dafür, dass es so bleibe. Die Welt um uns hat weder eine Ahnung vom einen, noch vom anderen. Sie taumelt mit Milchglas vor den Augen von Süchtchen zu Süchtchen, nimmt uns mit, und blubbert, wie toll sie schon geworden ist. 
Von Gott ist also selten die Rede, so selten, wie eben möglich. Sogar auf den Kanzeln erreicht man die bewundernswerte Leistung, ziemlich gottfrei zu sprechen.
Über alles, was möglichst wenig erwähnt werden soll, spricht man nur, wenn es relevant ist. Das heißt, wenn man es braucht oder anklagt. Damit haben wir also schon die beiden Sparten erfasst, in denen der Schöpfer bemüht wird: Wenn wir in Not sind und was zu bitten haben und wenn wir uns beschweren; weil er wieder mal nicht so war, wie wir meinen, dass er doch eigentlich sein muss.
Dass man nicht über Gott spricht, war nicht immer so. Das erste große Konzil der Kirche musste Kaiser Konstantin zusammenrufen, weil die Frauen auf dem Markt sich die Fische um die Ohren schlugen, ob Jesus nun Gott und Mensch oder nur ein Geschöpf sei.
Beim heiligen Thomas war das auch noch ganz anders als heute. Er gibt dem Thema Gott in seiner Lehre den Raum, den es braucht und führt seine Studenten dahin, solide über Gott nachzudenken, damit sie das später mit den Menschen gemeinsam tun. Wenn Gott überhaupt Gott ist, dann muss er ewig, unveränderlich, grenzenlos und absolut einfach sein. Wäre es nicht für manch einen geradezu ein Abenteuer, mit soliden Theologen an der Seite über diese Dinge nachzudenken? Denken macht Freude; und dieses führt zudem in die Freuden des Glaubens.

Jedes aufrichtige Gebet – und sei es noch so kurz und arm – verbindet Himmel und Erde. Der Ort, wo sichdie Welten begegnen, ist das betende Herz.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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