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Schönheit und Gutheit

Wenn es etwas gibt, an das ich niemals glauben werde, dann ist es eine Evolution in Sachen Entwicklung der Menschlichkeit. 
Ich werde nie verstehen, wie man einen derart blinden Optimismus an den Tag legen und glauben kann, was uns tagaus tagein erzählt wird: Dass der Mensch langsam ein besseres Wesen wird. 
Man versucht uns mit massiver Gewalt den Eindruck aufzuspielen, der Mensch sei schon menschlicher geworden und werde immer menschlicher.
Die Leute, die dauernd gegen die Kirche kämpfen,  kann man da schon verstehen. Sie brauchen den Gedanken. Sie müssen schließlich an jede Geschichte ihr „Siehst Du, die Kirche will nicht mit uns ans Licht klettern!", anhängen. Ihr gesamter Kampf lebt eben von dieser unsinnigen Voraussetzung; sie brauchen ja was zum Vorwerfen. 
Mit dem Trotz geistiger Pubertät wird tagaus tagein gegen die alte Mutter Kirche vorgerückt. Die aber frustriert nur. Die gute, alte Mutter weiß es eben besser und beharrt in liebevoller Geduld, die von außen als Starre am Pranger steht. Die Kirche muss tapfer sein, wie der heilige Don Bosco. 
Eine Evolution der Menschlichkeit gibt es sicher nicht. Es gibt aber ihr Gegenteil: Große, ewige Konstanten. 

Ein Beispiel. Ein Italiener lobte kürzlich die Deutschen wegen eines tollen Fußballspiels. "La Germania" habe „bello", „schön" gespielt.
Wir übersetzen mit „gut", was nicht stimmt. Für „gut" gibt es ein eigenes Wort, „buono."
Da ist ein tiefes, unbewusstes und von jeder Evolution unberührbares Wissen um eine Sache, die der heilige Thomas von Aquin vor siebenhundertfünfzig Jahren mit der Trittsicherheit einer Bergziege erkannte und an vielen Stellen aussprach: Das Schöne ist gut und das Gute ist schön. Schönheit und Gutheit sind nicht nur Geschwister, sondern wirklich eins, weil sie letztlich die schöne Einfachheit Gottes spiegeln. Unser „geil" ist nicht schön, nicht mal hübsch, sondern oberflächlich wie Öl, was auf dem Wasser schwimmt. Das hat unser italienischer Freund vielleicht nicht alles sagen wollen. Er wusste es aber.

“...meinen Frieden gebe ich euch...“ Heiligkeit heißt, diesen Frieden sein eigen nennen.

 
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Interessant

In der Eucharistie bekommen wir genau dasselbe wie damals die Apostel

Die Eucharistie steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tod Jesu. Am Abend vor seine Sterben nimmt Jesus Brot und Wein und sagt, das seien sein Leib und sein Blut. Darin werde der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt. Damit nimmt er am Vorabend seines Leidens einen Teil seiner Hingabe vorweg. Sein Opfer sollte nicht einfach nur ein grausames Schlachten sein. Es sollte zugleich eine Liebesgabe in die Hände seiner Apostel werden. Die hatten dann den Auftrag, die kommende Kirche um dieses Sakrament zu organisieren. 


 

Kinder bekommen heißt den Himmel bevölkern

Von der heiligen Therese von Lisieux wird ein Wort überliefert: Der Gedanke an den Himmel sei ihre ganze Kraft. Wir können sagen: Wenn wir wirklich Christen sind, wird unser ganzes Leben, unsere ganze Sicht auf die Welt, von zwei Dingen geprägt: Von der Gemeinschaft mit Gott und vom Himmel.

 

Vorherbestimmung. Soll der Mensch überhaupt eine haben?

Unsere Frage stellt sich eigentlich nur für Menschen, die erst einmal glauben, dass es Gott gibt. Ein klar erklärter Atheismus kann die Frage gar nicht stellen. Vorherbestimmen kann ja nur ein „Jemand“. Eine Natur, die aus irgendwie toten Dingen irgendwie lebendige macht, kann im vollen Sinn des Wortes nichts bestimmen. Tod und Auflösung liegen hier in der Natur der Sache. Unsere Frage lautet also: Sind wir als Menschen von Gott für etwas Bestimmtes vorgesehen?

 

Abtreibung. Beweisen kann niemand was

Was wir allgemein mit Materialismus bezeichnen, hat – genauer betrachtet – viele Richtungen und Unterrichtungen. Wir müssen sie nicht alle besprechen. Einig sind sich alle Richtungen des Materialismus jedoch in der Frage, dass die Welt keinen Gott hat. Alle, die Ahnung haben und redlich bleiben, sind sich in einer zweiten Sache einig: Dass sie unseren Glauben nicht widerlegen können, schon gar nicht mit Wissenschaften aushebeln.

 

Abtreibung. Das Leben des Menschen ist etwas ganz Besonderes, es ist Personsein

Unsere letzten Gedanken waren wichtig, um besser verstehen zu können, was wir jetzt besprechen müssen. Das Leben eines Tieres ist genau genommen das Tiersein des Tieres. Das haben wir gesehen. Ein toter Specht ist kein Specht mehr und ein toter Mensch ist eine Leiche. Eine Leiche ist kein Mensch im vollen Sinn. Zum Menschsein gehört, dass er als ganzes lebt; ebenso gehört das Leben des Tier zum Tiersein. Das Leben des Tieres ist das, was es zum Tier macht. Auch das ist so beim Menschen.

 

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