Startseite arrow Unsere Katechese arrow Kann Hoffnungslosigkeit auch Sünde sein?
Mittwoch, 10. März 2010
           
Home
Startseite
Unsere Podcasts
Unsere Katechese
Links
Die Tagespost
PUR Magazin
Vatican Magazin
VATICAN
Heiligenlexikon
Evangelium
Das kleine Brevier
Es ist 22:58 Uhr. Betet mit der Vita!

In der Nacht

Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um das Böse von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
Kann Hoffnungslosigkeit auch Sünde sein? PDF E-Mail
Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 352   





Kann Hoffnungslosigkeit auch Sünde sein?

Hoffnung ist zunächst einmal eine natürliche Möglichkeit. Das Leben bietet Gelegenheiten zu hoffen, Hoffnung zu schenken. Man hofft auf gutes Wetter und setzt Hoffnung in sportliches Talent.

Beim näheren Hinsehen wird deutlich: Der, der hofft, tut etwas. Hoffen heißt Hoffnung schenken, Hoffnung in etwas setzen. Die Welt und das Leben bieten Gelegenheiten zur Hoffnung. Da ist zum Beispiel jemand, der ehrlich um Vertrauen wirbt. Er bietet an, dass man auf ihn hofft.

Der andere, der auf ihn hofft, investiert seinerseits, er „setzt“ seine Hoffnung in diesem Menschen; das kann er allerdings auch lassen.

Was ist nun, wenn da jemand ist, der Vertrauen und Hoffnung wirklich verdient, dem man aber alles verweigert? Da trainiert ein Sportler jahrelang, bis er es verdient, dass man ihn einsetzt, dass man es mit ihm versucht; dass man Hoffnung in ihn investiert. Wir empfinden es als Unrecht, wenn er nie eine Chance bekommt.

Für gewöhnlich wird die Weigerung der Hoffnung nicht mit Schuld und Unrecht in Verbindung gebracht. Es fallen uns natürlich zunächst jene ein, die schuldlos enttäuscht wurden und nicht mehr hoffen können. Verzweiflungen sind im Allgemeinen Schicksalsschläge, und die Verzweifelten sind Opfer.

Es gibt allerdings auch das andere. Es gibt auch die andere Seite, wo jene eher Opfer sind, die es verdient hätten, dass man Hoffnung in sie setzt und denen sie verweigert wird.

Thomas von Aquin spricht in der Tat davon, dass Hoffnungslosigkeit schuldhaft sein kann. Das austrainierte Sporttalent hat es „einfach verdient“, eine Chance zu bekommen. Das Investieren der Hoffnung des Trainers in ihn ist die einzig „richtige“ Antwort. Überall da, wo „eigentlich“ gehofft werden muss, ist es falsch, die Hoffnung zu verweigern. Es steht gegen die Tatsachen.

Bei Thomas von Aquin ist klar: Was gegen die Tatsachen steht, das steht gegen die Wahrheit, gegen die Vernunft. Absichtlich und bewusst gegen Wahrheit und Vernunft sein, nennt Thomas Sünde.

 
< zurück   weiter >
Status
Aktuell sind 5 Gäste online

 
© 2010 VITA IN DEUM
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.