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Mittwoch, 10. März 2010
           
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In der Nacht

Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um das Böse von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
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Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 348   




Was geschieht beim Ablass?


Gott hat beschlossen, mit seinen dummen und armen Kindern Frieden zu machen. Dabei hat er einen sehr konkreten Weg gewählt. Zur größten Überraschung der Engel hat er selbst in seinem Sohn Fleisch angenommen und die Welt durch das Leiden am Kreuz erlöst.

Die Kirche entdeckt in der Offenbarung also, dass der Weg der Heilung und Erlösung sozusagen über den Menschen geht und auf die menschliche Natur aufbaut. Wenn man so will: Die Erlösung entspricht dem Menschen. Deshalb können wir anhand der menschlichen Natur erklären, wie auch bei Gott Vergebung geschieht.

Jeder Mensch, der sich einem anderen gegenüber schonmal als wirklicher Sünder entdeckt hat, weiß, dass es irgendwie nie wirklich reicht, wenn man nur eine schnelle Verzeihung ausgesprochen bekommt. Man möchte sich doch bessern und sozusagen Werke der Busse tun, um zu zeigen, dass man ein anderer wird oder werden möchte.

Wenn wir in einer solchen Haltung Gott gegenüber stehen, freuen wir uns, wenn er uns langsam verwandelt. Das geschieht sowohl im Leben auf der Erde, wie darüber hinaus auf zwei Weisen: Durch gnadenreiche Hilfe und durch sozusagen therapeutische Strafen, die zum Guten führen. Auch das kennen wir in der Erziehung zum Beispiel.

Es kann nun sein, dass wir uns trotz größter Gnadengeschenke immer noch ziemlich viele von den notwendigen Strafen auf uns laden. Die nackte Gerechtigkeit würde das fordern. Jesus deutet es im Lukasevangelium einmal an. Versöhnung mit Gott und mit den Menschen bedingen einander und Jesus sagt, wenn wir zögern und uns erst vor die Gerichtsdiener schleppen lassen, dann kommen wir nicht heraus, bis dass der letzte Heller abbezahlt ist. (vergl. Lk 12,58f) Die Kirche deutet das seit je als eine Aussage des Herrn zum Reinigungsort nach diesem Leben.

Jesus wäre nicht ans Kreuz gegangen, wenn die große Gerechtigkeit unerbittlich bliebe. Er ist zur Vergebung der Sünden gestorben und möchte uns auch die Strafen erlassen. Das geschieht im Ablass.

 
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