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Mittwoch, 10. März 2010
           
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In der Nacht

Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um das Böse von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
Über das Fegefeuer Eine Annäherung PDF E-Mail
Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 345   




Über das Fegefeuer
Eine Annäherung



Zunächst ein Gedanke. Da verlieben sich zwei Menschen in einander. Sie möchten ein Paar werden, doch gibt es ein Hindernis: Einer von beiden ist ein starker Raucher, der andere kann keinen Raucher um sich haben. Es kommt zum entweder-oder: Das Verhältnis der Liebe wird nur möglich, wenn der Raucher auf sein Rauchen verzichtet. Er wird es sich abgewöhnen und es nach einer Zeit der Entwöhnung nicht mehr vermissen. Was er gewonnen hat, ist seine neue Liebe und die Erfüllung einer Sehnsucht des Lebens.

Nun ist es mit dem Rauchentzug jedoch so, dass er weht tut. Er ist unbequem, schwer und fordert die Anstrengung der ganzen Persönlichkeit. Der Preis ist also hoch, weil der Entzug ein wirklicher Entzug ist; mit allen Entzugserscheinungen, die das Lösen von einer Sucht immer hat.

Wenn wir das Fegefeuer betrachten, müssen wir uns wahrscheinlich erst einmal wieder ins Gedächtnis rufen, was die Sünde mit uns macht und was sie anrichtet. Wir machen, wie gesehen, mit dem heiligen Thomas eine Unterscheidung. Wenn jemand ohne innere Zustimmung und aus Schwäche sündigt, dann macht ihn das sehr wohl schon zum Sünder, aber irgendwie noch nicht so richtig. Erst, wenn sich jemand an seine Sünde gewöhnt und ihr innerlich zustimmt, verändert ihn das wirklich.

Wir sahen das am Beispiel des Stehlens. Ein junger Mensch, der aus einer guten Erziehung heraus zum ersten Mal stiehlt, der hat ein schrecklich schlechtes Gewissen. Der erste Diebstahl hat aus ihm noch keinen richtigen Dieb gemacht. Erst wenn die Gewissensbisse verschwunden sind und der Mensch mit innerer Zustimmung stiehlt, dann ist er ein Dieb im vollen Sinn.

Wenn der Dieb in den Himmel möchte, muss er sich das Diebsein entziehen, wie der Raucher sich das Rauchen. Beides tut weh, ist jedoch Heilung. Wenn man so will: Verzeihung allein reicht nicht für das Himmelreich. Der Mensch muss ebenso von seiner innersten Mitte her rein und heil werden. Den Ort oder Zustand, wo das geschieht, heißt Purgatorium, im Volksmund Fegefeuer.

 
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