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Mittwoch, 10. März 2010
           
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In der Nacht

Ich erhebe mich, um für die Sünden, die in der Nacht begangen werden, zu sühnen, um das Böse von den Schwachen fernzuhalten, damit die Schuldigen sich besinnen und bereuen, damit ihre guten Vorsätze beim ersten Sonnenlicht Wirklichkeit werden.
Über den Ablass, eine erste Annäherung PDF E-Mail
Geschrieben von Vita-in-Deum-Katechese: "Glauben ganz von vorn erklärt" Teil 344   




Sünde, Vergebung und Heilung

Über den Ablass
Eine erste Annäherung

Kaum etwas wird bei den Christen so missverstanden wie der Ablass. Martin Luther hatte fünfundneunzig Thesen dagegen verfasst, wie man mit dem Ablass umging. Gegen den Ablass selbst richteten sich diese Thesen nicht, wohl aber dagegen, mit ihm Handel zu treiben. Dieser Umstand hat sich offenbar nicht richtig herum gesprochen. Noch heute wird allein die Tatsache, dass die katholische Kirche den Ablass nicht abschafft, als Hindernis in der Ökumene gesehen. Es sei „rätselhaft“, schreibt ein hochrangiger Vertreter der evangelischen Kirche in Deutschland, warum die Kirche zu Beginn des Paulusjahres „wieder“ erinnere, dass man einen vollkommenen Ablass gewinnen könne.

Das hört sich zunächst an, als habe die Kirche zum Paulusjahr (2008/2009) wieder eine alte, verstaubte Kamelle aus der Mottenkiste gezaubert. Dabei gibt es den vollkommenen Ablass ebenso zu jedem Osterfest, an jedem Weihnachten, in jedem November und zu vielen anderen Gelegenheiten auch.

Ein bekannter deutscher Philosoph hat auf die Frage, warum er im stolzen Alter als nicht angepasster Katholik gilt, geantwortet, er habe sich manche Dinge einfach nicht ausreden lassen. Diesen Eindruck scheint die Kirche in Sachen Ablass auch zu machen: Sie lässt sich den Ablass einfach nicht nehmen. Also scheint er etwas Wichtiges zu sein; etwas, was der Kirche sehr teuer ist. Das ist er in der Tat. Der Ablass ist, genau genommen, nämlich unverzichtbar. Wahrscheinlich könnte die Kirche ihn gar nicht aufgeben, ohne sich selbst aufzugeben.

Der Ablass ist nämlich ein fester Teil des Geschehens um die Heilung des Menschen von seinem Problem, das er in der Sünde mit Gott hat.


Wir sollten sehen, was der Ablass ist, was er bedeutet, was ihn so wertvoll macht und wie man ihn erlangen kann. Besonders schön wäre natürlich, wenn dabei verschiedene Missverständnisse ausgeräumt werden könnten. Diese Missverständnisse bestehen nämlich sowohl innerhalb der katholischen Kirche, als auch im Dialog der Kirchen untereinander.

 
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